Konjunktur

Handelsblatt: Familie Schlecker besitzt noch 35-40 Millionen Euro

Während die ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen ums blanke Überleben kämpfen, bleiben der Familie Schlecker nach einem Bericht des Handelsblattes noch etwa 35 bis 40 Millionen Euro übrig. So berichten ehemalige Manager des Schlecker-Konzerns, dass die Familie um den Gründer der Schlecker-Gruppe, Anton Schlecker, noch etwa 35 bis 40 Millionen Euro an Privatvermögen besitze.

Villa der Familie nicht in Insolvenzmasse einbezogen

Noch im Jahre 2011 wurde das Gesamtvermögen der Familie auf rund 1,65 Milliarden Euro geschätzt. Einen Großteil ihres Vermögens habe die Familie demnach in den Konzern eingebracht, um diesen vor dem Zusammenbruch zu bewahren, heißt es. Die Villa der Familie gehört offiziell Frau Schlecker und wäre somit vor einer Vereinnahmung in die Insolvenz geschützt.

Leiharbeitsfirma sichert Bericht zufolge Restvermögen

Einem Bericht des Handelsblattes zufolge soll das übriggebliebene Privatvermögen mit der Leiharbeitsfirma Meniar (Menschen in Arbeit) verdient worden sein. Das Schlecker-Subunternehmen vermittelte vor allem Mitarbeiter an den eigenen Konzern, zu geringeren Löhnen als die Stammbelegschaft.

Nach Aussagen des Insolvenzverwalters war die Familie Schlecker nicht bereit oder nicht in der Lage, eine Summe von etwa neuen Millionen Euro für eine Verlustfinanzierung zu bezahlen. Vermögen sei jedoch noch vorhanden hieß es.

Gläubiger: Konzernzerschlagung beschlossen

Am Freitag hatten die Gläubiger die Zerschlagung des Konzerns beschlossen. Die noch verbliebenen rund 13200 Beschäftigten werden nun bis Ende Juni ihre Kündigung erhalten. Derweil fordern auch Teile der Union die Einrichtung einer Transfergesellschaft für die Beschäftigten. Diesem Ansinnen widersetzt sich jedoch die FDP.



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