Gesundheit

Hashimoto – Autoimmunkrankheit der Schilddrüse

Die Hashimoto -Thyreoiditis gehört, wie zum Beispiel auch der Morbus Basedow, in die Familie der sogenannten Autoimmunerkrankung der Schilddrüse.

Hashimoto Thyreoiditis kommt unter den Autoimmunkrankheiten am häufigsten vor. In Deutschland macht ihr Anteil, je nach Studie, zwischen 7 und 12% aus.

Frauen sind dabei häufiger davon betroffen als Männer. Ungeachtet dessen kann die Krankheit aber unabhängig von Geschlecht und Alter auftreten. Die Hashimoto Thyreoiditis ist derzeit noch nicht heilbar. Trotzdem kann sie doch in soweit therapiert werden, dass wenigstens die Symptome unterdrückt werden.

Hashimoto Thyreoiditis

Bei der Krankheit kommt es zur Bildung von Antikörpern, die das körpereigene Schilddrüsengewebe attackieren und zerstören. Das ist nach Meinung der Experten der Grund für die Entzündung der Schilddrüse (chronisch-lymphozytäre Thyreoiditis).

Das führt zu Fehlfunktionen der Drüse. Der Organismus erleidet damit einen Mangel an den  Schilddrüsenhormonen T3 und T4, die nicht mehr ausreichend gebildet werden. Die Hashimoto – Thyreoiditis zählt, laut statistischen Auswertungen, zu den häufigsten Ursachen der Schilddrüsenunterfunktion.

Hashimoto: Formen der Schilddrüsenerkrankung

Die Hashimoto – Thyreoiditis wurde nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt, der sie bereits 1912 als erster beschrieben hat. Vom Verlauf der Krankheit sind zwei ähnliche Verlaufsformen bekannt.

Forscher entdeckten die atrope Form, die die Schilddrüse kontinuierlich schrumpfen lässt und die hypertrophe Form, die die Schilddrüse wachsen lässt (Struma). Da die Erkrankung nach Aussage der Fachärzte mit vielen uncharakteristischen Beschwerden beginnt, ist die Erkrankung insbesondere zu Beginn nur schwer zu erfassen.

Die Symptomatik von Hashimoto Thyreoiditis

Insbesondere während des Anfangsstadiums beobachten Experten, dass es vorübergehend zu  einer sogenannten „Hashitoxikose“ kommt, die die typischen Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion hat. Das liegt an der den schlagartig freigesetzten Hormonen während der Zerstörung des Drüsengewebes.

Langfristig werden dann allerdings nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone produziert, so dass sich fast schleichend eine zunehmende Schilddrüsenunterfunktion einstellt. Erlebbare Symptome sind:

•             Nervenentzündungen

•             Stimmungsschwankungen

•             Hautreizungen

•             Gewichtszunahme

•             vereinzelt Kopfschmerzen

 

Diagnose der Autoimmunkrankheit

Zur Befundung der Hashimoto-Thyreoiditis wird das Blut qualitativ und quantitativ auf die relevanten TPO- und TG-Antikörper hin untersucht. In den weitaus meisten Fällen stellen die Fachlaboratorien eine erhöhte TPO-Antikörper Situation fest. Was letztlich genau zum Ausbruch dieser Hashimoto – Thyreoiditis Situation führt, ist nach Auskunft der Experten noch nicht abschließend geklärt.

Analog zum Morbus Basedow sind die Auslöser allem Anschein nach sehr vielfältig. Die bisher wahrscheinlichsten Varianten sind neben einer genetischen Vorbelastung auch Infektionen (Bakterien, Viren), hormonelle Umstellung, Jodbelastungen, und psychischer Stress fast jeder Art.

Die Therapie der Erkrankung

Die derzeit wichtigste und wirksamste Therapiemaßnahme bei der Hashimoto – Thyreoiditis ist die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion mit L-Thyroxin, auch Levothyroxin genannt. Dieses Medikament entspricht dem körpereigenen T4.

Experten diskutieren aktuell auch über eine positive Beeinflussung durch Selen. Ob diese Substanz allerdings dauerhaft eine Verbesserung der Hashimoto-Thyreoiditis bewirken wird, können erst weitere Untersuchungen zeigen. Es wird stetig weiter an der Erforschung dieser Erkrankung und einer optimalen Behandlung gearbeitet.

Hashimoto Symptome während der Behandlung

Durch die Zugabe des L-Thyroxin werden im üblicherweise nahezu alle Symptome der Hashimoto Thyreoiditis beseitigt. Beobachtet wird dabei von Experten, dass eine Gewichtszunahme zu den nicht unterdrückbaren Symptomen zählt. Diese Erscheinung ist noch nicht hinreichend erforscht.

Das zweite Symptom, das sich ebenfalls auch bei optimaler Medikation nicht komplett unterdrücken lässt, ist die Schwierigkeit Kinder zu kriegen. Frauen die trotz Hashimoto eine Schwangerschaft wünschen, brauchen im Normalfall  mehr Zyklen um schwanger zu werden als gesunde Frauen.



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