Sport

Hitzlsperger ist schwul: Coming out des Fußballers

Der 1982 geborene ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zieht momentan jegliche Aufmerksamkeit auf sich.

Erst heute wurde bekannt, dass er sich zu seiner Homosexualität bekennt und entfacht damit eine erneute heiße Diskussion.

Coming out: langes Schweigen hat ein Ende

Lange hatte er geschwiegen, galt als Vorzeigesymbol und als Prominenter in der Fußball Branche. Nunmehr hat er sich geoutet und will damit eine Debatte, die im Sport sehr umstritten ist, voranbringen.

Erst vier Monate ist es her, dass Hitzlsperger sich aus dem öffentlichen Leben und dem Profi-Fußball zurückgezogen hat. Doch nun ist er zurück und wendet sich mit einem untermauernden Statement an die Öffentlichkeit. So geht er mit einem im Fußball tabuisierten Thema an die Presse und sagte in einem Gespräch mit der Zeit offen und ehrlich „Ich äußere mich zu meiner Homosexualität“.

Damit möchte er vor allem die Diskussion im Profifußball voranbringen. Er sagt von sich selber, dass er nunmehr das Gefühl hat, dass ein guter Moment nach Beendigung seiner Karriere für dieses Statement gekommen sei.

Der ehemalige Mittelfeldspieler erklärt unter anderem, wie schwer es war, sich selber zu finden und wie lange es eigentlich gedauert hat, dass er selber zu seiner Homosexualität stehen konnte. Insgesamt hat Thomas Hitzlsperger zwischen 2004 und 2006 52 Spiele für die Deutsche Nationalmannschaft abgelegt, und wirkte dabei nach außen immer wie ein Profi.

Heißes Eisen: Homosexualität im Profi-Fussball

Erst seit einigen Jahren sei ihm nunmehr bewusst, dass er sein Leben mit einem Mann verbringen will. Ein Statement, welches für Diskussionen sorgt, vor allem im Fußball. Im Fußball wird das Thema schlicht ignoriert und nunmehr scheint er der Erste aus einer unsichtbaren langen Reihe, der den Schritt nach vorne wagt.

Vor allem, so gibt der ehemalige deutsche Nationalspieler zu, hat er sich über Widersprüche geärgert, die im Fußball existieren. Kämpferisch, siegessicher und stark musste man da sein, nicht so wie das Klischee eines Homosexuellen es vorgibt, dass man als Weichei abgestempelt wird.

Hitzlsperger selber hat sich nie für das geschämt, was er empfindet, fand es dennoch schwer, Sprüche, vor allem auch von seinen Kollegen, zu ertragen.

Jogi Löw und Oliver Bierhoff waren informiert

Vor allem war ihm die Meinung von Bundestrainer Jogi Löw und Teammanager Oliver Bierhoff wichtig, als er ihnen davon erzählte, dass er mit diesem heiklen Thema an die Öffentlichkeit gehen möchte. Als Kolumnist war es Hitzlsperger natürlich besonders wichtig, die Fakten wahrheitsgemäß auf den Tisch zu bringen. So sprach er bereits in der Vergangenheit über Homosexualität im Fußball, jedoch nicht über seine eigene.

So macht er es nunmehr wie viele andere Spieler vor ihm und wendet sich vertrauensvoll an das öffentliche Publikum. Unter http://www.asentanews.de/lothar-matthaeus-das-leben-des-loddars-endlich-im-fernsehen-749/ ist es beispielsweise Lothar Matthäus, der sein Leben öffentlich zeigt, auch wenn dieser nie etwas mit Homosexualität zu tun hatte, aber dennoch die Öffentlichkeit in seinem Leben dabei haben wollte.



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