Gesundheit

HIV: 17 Antikörper gegen Aids entdeckt

Einer Forschergruppe aus Kalifornien ist es gelungen, mit Hilfe von Antikörpern einen großen Schritt in Richtung der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Aids-Virus HIV zu entwickeln. Die Antikörper wirken etwa 100-mal besser als die Bisherigen. Auch der Typ-C-Virus wird von den neuen Antikörpern angegriffen. Von diesem Typ sind etwa die Hälfte der HIV-Infizierten betroffen.

Mit Immunglobinen gegen Aids

Den Forschern ist es gelungen, mit der Kombination verschiedener Antikörper, auch Immunglobine genannt, deutliche Fortschritte im Bereich der Aids-Bekämpfung zu machen. In einer groß angelegten Untersuchung sind die Blutbilder von 1.800 HIV-Infizierter und kontrolliert und untersucht worden. Weltweit leiden rund 30 Millionen Menschen unter der Immunschwäche und nach vorsichtigen Schätzungen werden es täglich mindestens 7.000 mehr.

Als die Blutproben mit den Immunglobinen versetzt wurden, trat bei vier Proben eine deutliche Reaktion auf. Im Blut wurden Antikörper gebildet, die den Erreger „unschädlich“ machten. Die dabei ebenfalls entstehenden Gedächtniszellen speichern den genetischen Code der Antikörper ab und die Forscher können die Antikörper reproduzieren.

162 verschieden HIV-Stämme

Als besonders problematisch erweist sich die suche nach Impfstoffen dadurch, da es von dem Aids-Virus 162 verschieden Stämme gibt, die sich immer wieder anpassen und verändern. Von daher ist es von großer Wichtigkeit, dass bei den Untersuchungen auch nachgewiesen werden konnte, dass die neuen Antikörper auch auf den Typ-C-Virus angesprungen sind. Denn rund die Hälfte aller mit dem HI-Virus infizierten Personen leidet unter diesem Virus.

Sollte sich herausstellen, dass der Virus auch in Zukunft keine erneute Veränderung vornimmt und somit die Antikörper wieder nutzlos werden, ist die Entdeckung der amerikanischen Forscher der erste große Schritt im Kampf gegen Aids.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.