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Höflinger will Müller-Brot übernehmen

Die insolvente Müller-Brot Großbäckerei soll durch den Münchener Bäcker Höflinger sowie die Müller-Brot-Gründertochter, Eva Müller, übernommen werden. Dem Vernehmen nach erzielte Höflinger zusammen mit der Tochter des Gründers von Müller-Brot, Eva Müler bei dem Gläubigerausschuss von Müller-Brot eine Einigung über die Fortführung der Filialen und der Produktion.

Eva Müller selbst will und wird bei dieser Variante der Übernahme ein gewichtiges Wort mitzureden haben, denn sie wird neue Miteigentümerin.

Höflinger und Eva Müller: Einzige Bieter

Noch vor Ostern sollen die Filialen der insolventen Müller-Brot übernommen werden. Der Rückkauf, der Müller-Brot Großbäckerei durch den bisherigen Vorbesitzer Klaus Ostendorf, war gescheitert. Daraufhin einigten sich der Münchener Großbäcker Höflinger und die Müller-Brot Gründertochter auf ein Übernahmekonzept.

Beide waren am Ende die einzigen Bieter für die insolvente Bäckerei. Höflinger will bereits über Ostern die übernommenen 156 Filialen mit seinen Waren bestücken. Höflinger ließ derweil offen, ob der Name Müller-Brot erhalten bleibe oder in seinen Namen umgeändert werde. Er versicherte aber, dass Müller eben Müller bleibe und Höflinger eben Höflinger.

Daher wolle er eine Namensänderung für alle 156 Filialen der bisherigen Müller-Brot in Gänze nahezu ausschließen. Für einzelne Filialen schloß er eine Namensänderung jedoch nicht gänzlich aus.

Brotfabrik gehört noch Vorbesitzer

Die Brotfabrik in Neufahrn hingegen gehört noch dem Vorbesitzer und zu großen Teilen den Banken. Eva Müller hofft derweil, mindestens 600 der bisherigen 1100 Arbeitsplätze erhalten zu können. Von der Arbeitslosigkeit dürften daher die Mitarbeiter in der Brotfabrik in vordringlicher Weise betroffen sein.

Müller-Brot: Gravierende Hygienemängel festgestellt

Die Mitarbeiter in den Filialen hingegen können mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Fortführung ihrer Arbeitsverhältnisse unter ihrem neuen Besitzer Höflinger hoffen. Müller-Brot musste am 30. Januar die Produktion einstellen, weil die Gesundheitsbehörden zum Teil gravierende Hygienemängel festgestellt hatten.

Im Zuge der Stilllegung hatte der Voreigentümer im Anschluss Insolvenz anmelden müssen. In der letzten Woche hatte der Gläubigerausschuss noch dem Vorbesitzer für einen Rückkauf grünes Licht gegeben.

Dieser zog sein Angebot jedoch zurück. Dadurch wurde der Weg für Höflinger und die Gründer-Tochter, Eva Müller frei.



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