Finanzen & Recht

KFZ-Versicherung: HUK-Coburg verspricht stabile Beiträge 2014

Die meisten Anbieter für Kfz-Versicherungen haben die Preise zu Jahresbeginn erhöht.

Einige Versicherer wollen den Beitrag sogar ein weiteres Mal mitten im Jahr 2014 anheben.

Das Versicherungsunternehmen HUK-Coburg erklärte dagegen, den Preis nicht weiter anheben zu wollen.

KFZ-Versicherung 2014

Bei der HUK-Coburg werden die Prämien in der Kfz-Versicherung nicht weiter steigen. Dies gilt jedenfalls für das Jahr 2014. Andere Versicherungen fühlen sich dadurch nun unter Druck gesetzt. Laut Vorstandssprecher Wolfgang Weiler sei die HUK-Coburg auf einem Preisniveau angekommen, das dem Versicherer ausreicht.

Laut Schätzungen sind die KFZ-Prämien im Jahr 2013 durchschnittlich um 5 Prozent gestiegen. Von verschiedenen Kfz-Versicherern wurde eine weitere Preiserhöhung innerhalb des Jahres angekündigt. Die HUK-Coburg hat die Preise nur leicht angehoben. Um wie viel Prozent, gab Weiler nicht bekannt.

Viele KFZ-Versicherung Wechsel in 2014

Zum 1. Januar 2014 haben nur wenige Kfz-Versicherer darauf verzichtet, die Prämien weiter anzuheben. Experten schätzen, dass aus diesem Grund zahlreiche Kunden zu einem anderen Autoversicherer wechseln werden. Die Rede ist von bis zu zwei Millionen Wechslern.

Die HUK-Coburg gilt als härtester Konkurrent für die Allianz. Wie viele Neukunden die HUK-Coburg nach der Welle der Beitragserhöhungen für KFZ-Versicherungen dazu gewonnen hat, ist bisher noch nicht bekannt. Wolfgang Weiler vermutet, dass das Unternehmen mehr als 100.000 Kunden für sich gewinnen konnte. Dies seien jedoch immer noch weniger als 2012/2013 – dem Rekordjahr für KFZ-Versicherung Wechsel.

HUK-Coburg Autoversicherung baut Marktanteil aus

Der Markt für Kfz-Versicherungen konnte Schätzungen zufolge ein Wachstum von etwa 1 bis 1,5 Prozent verzeichnen. HUK-Coburg ist sich sicher, diese Marke geknackt zu haben, und konnte sich demnach weitere Marktanteile sichern. 2014 möchte der oberfränkische Versicherer sein Wachstum noch verstärken, verkündete Weiler.

Das Versicherungsunternehmen verkauft neben Kfz-Versicherungen verschiedene Versicherungsprodukte. Darunter auch Lebensversicherungen. Einen Großteil des Umsatzes machen die Kfz-Versicherungen aus. Fast 50 Prozent aller Beitragseinnahmen im Jahr 2013 konnte das Unternehmen durch diesen Geschäftszweig erzielen.

Rechnungszins wirbelt Versicherungsbranche auf

Die HUK-Coburg möchte nicht von hohen Einmalbeiträgen leben, die die Versicherungsbranche am Leben erhalten. Dieses Vorgehen würde zulasten der Verträge von Bestandskunden gehen. Zudem würde es sich zum Teil nur um ein reines Termineinlagengeschäft handeln, erklärte Weiler.

Voraussichtlich wird der Garantiezins 2015 auf 1,25 Prozent gesenkt. Weiler vermutet, dass sich die Produktpalette in der Sparte Lebensversicherung dadurch stark verändern wird. Mit einem Rechnungszins von 1,25 oder 1 Prozent können viele Versicherer ihre Produkte nicht weiter anbieten, fügte er hinzu.

Dies würde dazu führen, dass keine Beitragsgarantien mehr ausgesprochen werden können. Dadurch müssen neue Produkte ohne Garantien zur Verfügung gestellt werden. Die HUK-Coburg beobachtet den Versicherungsmarkt genau und möchte an seiner alten Produktpalette festhalten.

Neue Versicherungen ohne Garantiezins

Einige Versicherungsunternehmen konnten sich nicht auf dem Markt behaupten und haben das Neugeschäft fallen lassen. Die Allianz und die Ergo wollen sich den niedrigen Kapitalmarktzinsen und hohen Kapitalanforderungen, die neue Versicherungsprodukte mit sich bringen, entziehen. Hierfür sind neu Produkte erforderlich. Diese müssen dafür ohne die lebenslange Zinsgarantie auskommen.

Hohe Schadensregulierung vermiest die Bilanz

2012 konnte die HUK-Coburg einen Nettogewinn von etwa 381 Millionen verzeichnen. Laut Weiler wird dieser 2013 gesunken sein. Schuld daran seien hohe Schadensbelastungen, die auf Hagelstürme in Baden-Württemberg und Niedersachsen zurückzuführen sind.

Die Brutto-Schadenbelastung soll in der Schaden- und Unfallversicherung 230 bis 250 Millionen Euro betragen haben und nun doppelt so hoch ausfallen. Die Rückversicherer würden davon etwa 50 Prozent tragen.



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