Finanzen & Recht

IBAN: Das Kontonummern-Monster

Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass die Kontonummer von der mittlerweile unbeliebten IBAN-Nummer abgelöst wird.

Die IBAN ist lang und schwer zu merken. Daher räumt die EU-Kommission nunmehr mehr Zeit zum Lernen ein und verlängert die Frist für die SEPA Umstellung.

Die 22-stellige Nummer ist mittlerweile bei vielen unter uns sehr unbeliebt, einfach, weil sie die leicht zu merkende Kontonummer ablöst und wesentlich schwerer zu merken ist.

Doch auch die EU-Kommission musste nunmehr einen Gang zurück schalten, denn die SEPA-Umstellung verlief alles andere als gut, sondern eher schleppend. Daher wurde nunmehr entschieden, dass die Übergangsfrist noch einmal um sechs Monate, das heißt bis zum 01. August 2014, verlängert wird.

Unterbrechungen im Zahlungsverkehr verhindern

Die EU-Kommission zeigt aber auch, dass es die Entscheidung sehr bedaure, aber nur dadurch Unterbrechungen im Zahlungsverkehr unterbunden werden können. Bisher steht die Entscheidung seitens der EU-Kommission, jedoch müssen EU-Staaten und das Europaparlament diesem Schritt noch zustimmen.

Bisher war es angedacht, dass das bargeldlose SEPA-Zahlungssystem zum 01. Februar 2014 in Kraft treten sollte. Die Umstellung dazu verlief aber wesentlich langsamer als gedacht, so dass die EU-Kommission einsehen musste, dass die Umstellungsrate im aktuellen Moment nicht hoch genug sei, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Reine Vorsichtsmaßnahme

Die EU-Kommission versicherte auch noch einmal mehr, dass es sich bei der Fristverlängerung der SEPA Umstellung um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelte, so dass keine Unterbrechungen oder bösen Folgen für Verbraucher und kleiner und mittlere Unternehmen auftreten konnten.

Unter SEPA versteht man der bestehende Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum aus 33 Staaten. Hierzu gehören unter anderem die 28 vorhandenen EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco.

Durch die Umstellung sollte eine Vereinfachung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs gewährleistet werden.

SEPA Umstellung: Nicht zu lange zögern!

Die EU-Kommission fordert die Mitgliedsstaaten nun noch einmal auf, zu handeln. Eine weitere Fristverlängerung werde es nicht geben, wird betont. Die Umstellung dauerte viel zu lange, so dass auch die Länder selber agieren müssen.

Auch die Banken schlagen mittlerweile Alarm und sagen, dass der Zustand besorgniserregend ist. Normalerweise müssen Unternehmen ihre Buchungssoftware auf SEPA umstellen und die Bankverbindungen ihrer vorhandenen Kunden für Lastschriften mit IBAN und BIC erfassen. Die herkömmliche Bankleitzahl entfällt.

Des Weiteren müssen sie sich bei der Bundesbank eine sogenannte Gläubiger-ID besorgen, so dass man als Gläubiger im Zahlungsverkehr eindeutig identifiziert werden kann. Die Umstellung sollte auf keinen Fall länger hinausgezögert werden.



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