Geld & Investment

Immobilieninvestment in Schweden immer attraktiver

Immer mehr Investoren lockt es nach Skandinavien, vor allem nach Schweden. Deutsche Investoren zieht es zunehmend in den schwedischen Immobilienmarkt. Die Attraktivität schwedischer Immobilienanlagen zeigt sich nicht zuletzt in der touristischen Attraktivität des Landes. Die Transaktionszahlen schwedischer Immobilienkäufe sind indes eine der höchsten in Europa.

Der Chef der schwedischen Immobiliengesellschaft Industrifinans, Einar Skerven, verglich die drei größten schwedischen Städte bereits mit der Attraktivität des Ballungsraumes Berlin aus Investorensicht. Das Besondere an Schweden ist die Tatsache, dass es viele Menschen gibt, die zur Miete wohnen.

Dies unterscheidet die Immobilienwirtschaft insbesondere von Norwegen, wo die Eigenheimquote bedeutend höher liegt. Zudem liegen die Quadratmeterpreise schwedischer Immobilien bei Bestandsimmobilien unter den Neubaukosten. Besonders attraktiv für Investoren ist indes die Tatsache, dass die Nachfrage größer ist als die Neubauaktivitäten. Gemäß den Regeln des Marktes ergibt sich somit eine besonders große Attraktivität für Anleger.

Mietpreise in Schweden relativ niedrig

Experten raten indes vor einem Investment, sich zunächst die Besonderheiten des schwedischen Immobilienmarktes anzusehen. So ist der schwedische Immobilienmarkt stark reguliert. Mieter- und Vermieterverbände treffen sich einmal im Jahr und verhandeln, ähnlich wie Gewerkschaften und Arbeitgeber über Lohnerhöhungen, über die Mietpreise der Zukunft.

Weil die Mieten relativ niedrig sind, ist eine hohe Rendite indes nicht zu erwarten. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Einnahmen aus den Mietvertragsverhältnissen jedoch relativ stabil. Im Jahr 2011 stiegen die Immobilienpreise nach Angaben des schwedischen Landesstatistikamtes um ein Prozent. Für das laufende Jahr wird mit stagnierenden Häuserpreisen gerechnet.

Schwedische Makler üben zugleich Notarfunktion aus

In Schweden gibt es viele Makler, die auch für deutsche Investoren tätig werden. Anders als in Deutschland übernehmen Makler in Schweden jedoch keine feste Position ein, sondern sind unabhängig, also weder für Käufer noch für Verkäufer einseitig tätig. Sie übernehmen vielmehr eine Vermittlerfunktion und fungieren im Kauffalle gleichzeitig als Notar. Rikke Lykke, tätig als Geschäftsführerin bei der Immobiliengesellschaft Patrizia (Bereich nordeuropäische Staaten) verweist zudem auf das bestehende Wechselrisiko.

Auch Dänemark gilt als attraktiver Immobilieninvestmentstandort

Lykke sieht neben Schweden vor allem Dänemark als attraktiven Immobilienmarkt an. Dort steigen die Hauspreise nach Angaben des dänischen Hypothekenbankenverbandes im zweiten Quartal immerhin um 0,9 Prozent. Experten empfehlen indes, das Investment in Schweden und Dänemark, sofern der Investor bereit ist, sich auf die landestypischen Eigenheiten des Immobilienmarktes einzulassen.

Im Gegensatz zu Deutschland sind Leerstände von Wohnungen jedenfalls nicht anzunehmen. Insofern kann zwar mit einer vielleicht auf den ersten Blick nicht hohen Rendite gerechnet werden, dafür fließt diese aber regelmäßig. Interessenten einer Immobilie können sich unter anderem bei der schwedischen Botschaft in Berlin über die Möglichkeit eines Investments und die dafür notwendigen Dokumente informieren.



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