Wissenschaft

Impfstoff gegen Ebola-Virus in der Testphase

Eine der möglichen Geißeln der Menschheit, das Ebola-Virus, scheint demnächst behandelbar zu werden, ein Forscherteam hat erstmals einen Impfstoff entwickeln und erfolgreich an Mäusen testen können.

Das Ebola-Virus wurde erstmals 1976 entdeckt und beschrieben, seitdem sind schätzungsweise über 1200 Menschen an diesem Virus erlegen.

Die Mortalitätsrate bei einer Infektion liegt bei eunglaublichen 90 %, dementsprechend ist die Angst hoch, dass Staaten oder terroristische Gruppierung das Virus (auch in abgewandelter Form) als Waffe benutzen könnten.

Die Entwicklung des neuen Impfstoffes gegen Ebola wurde unter Federführung der Arizona State University, der University of Arizona College of Medicine–Phoenix und dem United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (Fort Derick) entwickelt, die Ergebnisse wurden nun im Wissenschaftsmagazin National Academy of Science veröffentlicht.

Übertragung Symptome und Krankheitsverlauf des Ebola-Virus

Das Ebola-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen, erfährt aber auch eine Übertragungsmöglichkeit über Luft durch die so genannte Tröpcheninfektion. Von den fünf Unterarten des Virusstammes sind vier tödlich für den Menschen, eine Behandlungsmethode des so genannten Ebolafiebers konnte bislang nicht entwickelt werden.

Die Infizierten erleiden ein hohes Fieber (das so genannte Hämorrhagische Fieber), das Virus zerstört die Zellwände im Körper, in der Folge bluten die Patienten innerlich und dies führt zum Tode (einhergehend mit Organversagen und Kreislaufzusammenbruch).

Evolutionär gesehen macht es für ein Virus keinen Sinn, seinen Wirt derart schnell umzubringen, deswegen geht die Wissenschaft davon aus, dass das Virus von Tieren auf den Menschen gesprungen ist und sich bislang nicht anpassen konnte (ähnlich wie das HIV).

Impfstoff gegen Ebola-Virus in Testphase

In der aktuellen Studie wurde ein Ebola-Stamm, der kaum auf Menschen überspringt, getestet. Der neue Impfstoff enthält künstliche, virale Proteine, die das körpereigene Immunsystem auf die eindringenden Ebola-Viren besser aufmerksam macht. Dieser Impfstoff bleibt lange im Körper bestehen, ein Langzeitschutz (wie bei der Tetanusimpfung) scheint möglich.

80 % der so behandelten Mäuse überlebten das Ebola-Virus. Der nächste Schritt sei die Erforschung der Ebola-Stämme, die auf den Menschen überspringen. Noch steht die Entwicklung der Ebola-Impfung am Anfang, doch die aktuelle Entwicklung könnte wegweisend sein. Eine Impfung gegen das Ebola-Virus scheint in greifbare Nähe zu rücken.



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