Politik

Indien: Bombenserie in Mumbai

Drei Explosionen in einer Zeitspanne von zehn Minuten haben in der Millionenmetropole Mumbai 21 Menschen das Leben gekostet, über 100 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach der Attentatsserie herrschte große Verwirrung in der Stadt. Nach dem verheerenden Anschlag von vor drei Jahren (Anschläge vom 26. November 2008 auf das Hotel Taj Mahal Palace mit 174 Toten) ist dies die schwerste Attacke. Die örtliche Polizei geht von einer ferngezündeten Variante für die Bomben aus. Bislang hat sich keine Gruppe verantwortlich erklärt für die Anschläge.

Weil die Explosionen koordiniert erscheinen, geht die Polizei von einer terroristischen Attacke aus. Die Zahl der Opfer könnte aufgrund der massiven Verletzungen weiter ansteigen. Die erste Explosion fand im Zaveri Bazaar um 18:50 Uhr statt, zur Rushhour. In unmittelbarer Nähe erfolgten dann zwei weitere Detonationen. Nun will die Polizei die Bänder der örtlichen Überwachungskameras auswerten, um weitere Hinweise auf die Täterschaft ausfindig zu machen.

Die zweite Explosion fand in der Nähe des Opernhauses statt. Die dritte Explosion fand in Dadar statt, als viele Menschen das öffentliche Verkehrsmittel Richtung Heim nutzen wollten. Kurz nach den Explosionen sperrte die Polizei die Umgebung weitestgehend ab. Die Rettungskräfte wurden durch den starken Monsumregen behindert.

Das Krisenmanagment der städtischen Behörden wurde kritisiert, so dauerte es 20 Minuten bis die Polizei am Tatort am Zaveri Bazaar erschien, obwohl die nächste Polizeistation fünf Minuten entfernt liegt. Auch die Versorgung der Verwundeten gestaltete sich in den Krankenhäusern als schwierig. Wer nun wirklich für die Attentatsserie verantwortlich ist, ist bislang unklar.



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