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Indien und Katar vereinbaren Öl- und Gaskooperation

Das Emirat Katar und Indien haben eine Vereinbarung zur Kooperation in Öl- und Gasexploration getroffen, damit versucht Indien die Einschränkungen durch das Embargo gegen Iran zu kompensieren. Der wachsende Bedarf nach Erdöl und Gas in Indien soll durch ein breiteres Angebot sicher gestellt werden.

Katar hat die sechstgrößten Erdölreserven im Mittleren Osten und die drittgrößten Erdgasreserven auf der Welt, nach Russland und Iran. Bislang hat Indien den größten Anteil an Erdöllieferungen aus dem Iran bezogen, doch der Druck aus den USA und den Europäischen Staaten wächst auch auf Indien.

Am 28. Juni werden die Embargobestimmungen gegen Iran greifen, demnach werden Staaten, die Erdöl aus dem Iran beziehen, mit drastischen Schritten aus den USA rechnen müssen.

Insgesamt sechs Vereinbarungen wurden zwischen Indien und Katar geschlossen, neben Handelsvereinbarungen und der Lieferung von Erdöl und Erdgas sind es Bestimmungen, die die soziale Lage der rund 500.000 Inder im Emirat Katar verbessern sollen. Die Verträge wurden vom indischen Premierminister Manmohan Singh und dem Emir Scheich Hamad bin Khalifa unterzeichnet. Dabei sollen laut inoffiziellen Quellen auch Investitionen von rund 5,5 Milliarden Dollar aus Katar in Indien ein Thema gewesen sein.

Schon jetzt ist Katar der größte Erdgaslieferant für Indien, jährlich werden 7,5 Millionen Tonnen LNG (liquefied natural gas, flüssiges Gas) nach Indien geliefert. Bei den Gesprächen zwischen den beiden Staatschefs wären politische Themen ausgeklammert gewesen, doch die Eröffnung eines Büros der Taliban in Katar stieß auch in Indien auf heftige Kritik. Dennoch führen beide Staaten eine militärische Kooperation.



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