Wirtschaft

Indien und Südkorea unterzeichnen Atom-Deal

Die aufstrebende Wirtschaftsmacht Indien und der Industriestaat Südkorea haben einen Deal zum Verkauf von zivilen Atomtechniken vereinbart, damit tritt Südkorea als neunte Nation in den wachsenden Energiemarkt Indiens. Demnach wird Südkorea Technik und Know How an den Subkontinent verkaufen. Inzwischen wird die breite Versorgung Indiens mit Elektrizität immer schwieriger, der Wirtschaftsstandort Indien setzt dabei, trotz der Vorkommnisse in Fukushima, auf den Ausbau nuklearer Energien.

Nach Schätzungen von Analysten beträgt der jährliche Umsatz auf dem Energiemarkt Indiens jährlich 150 Milliarden Dollar, Tendenz steigend. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Strom, wiederum bedingt durch die wachsende indische Wirtschaft, hat das indische Parlament im vergangenen Jahr den Markt für nukleare Energieerzeugung geöffnet. Inzwischen existieren mit Firmen aus neun Staaten entsprechende Abkommen. In den nächsten Jahren sollen 30 neue Kernkraftwerke entstehen, bis 2050 soll ein Viertel der Strommenge aus nuklearer Produktion stammen.

In Südkorea werden rund ein Drittel des Stroms jetzt schon aus Kernkraftwerken geliefert, doch aufgrund der Vorkommnisse rund um Fukushima scheint die Atombranche schlechte Aussichten zu hegen, daher wird nun versucht die Technik zu exportieren. Das erste indische Atomkraftwerk entstand 1969 in Tarapur und wurde aus den USA geliefert. Bislang verfügt Indien über sechs Atomkraftwerke mit insgesamt 19 Reaktoren. Schon Anfang der 80er berichteten indische Medien über radioaktive Verstrahlungen bei einzelnen Kraftwerken.



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