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Intel & AMD: Prozessoren stoßen an Grenzen

Die Entwicklung von Prozessoren für Computer, Smartphones und Tablets für den Privatgebrauch wird immer langsamer. Schon seit 5 Jahren sind die Schritte, in denen die Unternehmen Intel und AMD ihre Prozessoren entwickelten, deutlich deutlich an Geschwindigkeit verloren.

Der Grund hierfür sind auf der einen Seite immer aufwendigere und teure Maschinen für die Produktion der Prozessoren und auf der anderen Seite die jetzt schon beachtliche Leistung von Prozessoren für den Computer.

 Dynamik in der Entwicklung von Prozessoren nimmt ab

Seit einigen Jahren sind die Prozessoren nicht mehr wesentlich schneller geworden. Es ist durchaus ein Geschwindigkeitszuwachs zu verzeichnen, doch die Leistung bei gleichem Takt, also gleich eingestellter Geschwindigkeit, ist seit dem Jahre 2008 um gerade einmal etwas mehr als 50 % gestiegen.

Intel Prozessor Core 2 Duo und Inten Core 2 Quad

Am Anfang des Jahres 2007 brachte Intel eine neue Generation innovativer Prozessoren auf den Markt, die auf Notebook-Prozessoren basierten, bei denen Intel schon seit langem die Nase vorn hatte.

Aus dem Notebook-Prozessor Intel Core Duo wurde der Desktop Prozessor Intel Core 2 Duo bzw. Intel Core 2 Quad. Diese Prozessorfamilie war, als sie neu auf den Markt erschien, eine wahre Sensation und war damals die bei weitem schnellste Prozessorfamilie auf dem Markt.

AMD von Intel abgehängt

Der Konkurrent AMD wurde bei weitem geschlagen und hatte von nun an das Nachsehen. Die Leistung der ersten Core 2 Duo Prozessoren war enorm und im Vergleich zu denen von Konkurrent AMD um bis zu 30 Prozent schneller als die schnellsten AMD Prozessor-Modelle, die zur Verfügung standen.

Dieser enorme Leistungsvorsprung setzt AMD selbst heute noch deutlich zu, da die späteren Intel Prozessoren auf noch um einige Prozent schneller wurden und AMD den Vorsprung bis heute nicht mehr einholen konnte. Sie arbeiten an neuen Prozessormodellen, die eine höhere Rechenleistung pro Takt haben.

 Intel Prozessoren unangefochtene Marktführer

Schon die Intel Core 2 Duo Prozessoren 2007 und 2008 hatten eine enorme Leistung und beschleunigten Betriebssystem, Programme und Spiele in nie da gewesener Geschwindigkeit. Kurz nach dem Erscheinen der Zweikern-Prozessoren wurden auch Vierkern-Prozessoren (Intel Core 2 Quad) herausgebracht, die die nahezu gleiche Leistung auf 4 Prozessorkernen zur Verfügung stellten.

Ein weiterer Vorteil dieser neuen Prozessoren war ihre Übertaktungsfreudigkeit. Ein Modell dieser Prozessoren konnte damals schon so stark übertaktet werden, dass seine Leistung selbst heute noch für viele Anwendungen und Spiele ausreicht. Die Rede ist von Zweikern-Prozessor Core 2 Duo E 8400, ein Prozessor, der vor vielen Jahren mit wenig Mühe auf 4,4 GHz übertaktet werden konnte und dadurch eine enorme Leistung bot.

 Intel Sandybridge-Prozessor Core I5 2500K

Nach dieser äußert erfolgreichen Generation von Prozessoren sollte der Erfolgskurs von Intel nicht enden; es wurden die ersten Modelle der Core I Generation entwickelt, die noch mehr Leistung boten. Danach wurden 2011 die ersten Sandybridge-Prozessoren vorgestellt, die hohe Leistung mit niedrigem Energieverbrauch vereinten.

Der berühmte Core I5 2500K entwickelte sich schnell zum Verkaufsschlager, denn er konnte leicht auf 4,8 GHz übertaktet werden. Dank dieser Leistung wird er noch heute eingesetzt und hat keine Probleme mit dem Beschleunigen von Spielen und Anwendungen.

Aktuelle Intel Prozessoren Ivy-Bridge und Haswell

Die heutigen Generation Ivy-Bridge und Haswell sind pro Takt noch ein wenig schneller als Sandybridge und noch sparsamer. Dank sehr niedrigen Shrinkwerten verbrauchen sie sehr wenig Energie, sie stehen weiterhin als Zweikern- und Vierkern-Prozessoren zur Verfügung.

 AMD Schwäche nimmt Entwicklungsdruck von Intel

Die Entwicklung der Intel Prozessoren ging jedoch seit der Core I Technologie langsam weiter, auf der einen Seite gibt es wenig Konkurrenz von AMD, auf der anderen Seite ist es immer schwieriger, die Prozessoren noch weiter zu verkleinern.

Die einzelnen Prozessorkerne sind mittlerweile 22 mm dick und 14 mm sind schon in Planung, allerdings ist es fraglich, wobei eine weitere Verkleinerung möglich sein wird. Aus diesem Grund werden in den nächsten paar Jahren vorrausichtlich ähnliche Prozessoren auf dem Markt verfügbar sein, wie sie es heute sind, zumindest solange, bis andere Technologien zum Herstellen von Prozessoren zur Verfügung stehen.

Eine dieser Technologien könnten 3D-Kerne sein, bei denen die Ressourcen räumlich genutzt werden könnten, eine andere Technologie könnten CPU-Kerne auf Kohlenstoffbasis sein.

 Aktuelle Prozessoren reichen für privaten Gebrauch

Mittlerweile hat auch AMD etwas aufgeholt und bietet preiswerte und halbwegs leistungsfähige Prozessoren an. Hier darf man gespannt sein, wie und mit welchen neuen Generation an prozessoren AMD seinem scheinbar übermächtigen Rivalen Intel Paroli zu bieten versuchen wird.

Bezüglich der Leistung brauchen sich Anwender wenig Sorgen zu machen, die heutigen Intel Prozessoren stellen genügend Leistung für aufwendige Programme und Spiele beriet, vor allem wenn sie übertaktet sind. Sie sind dann sogar so schnell, dass neben aufwendigen Spielen im Hintergrund noch Downloads stattfinden können oder ein Video gerendert werden kann.



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