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Iron Maiden: Live Konzert gegen Filesharing

Nach wie vor sorgt das Thema „Illegale Downloads“ für Gesprächsstoff. Dieses Mal schafft es die Band Iron Maiden in diesem Zusammenhang in die Schlagzeilen. Der Grund? Die Gruppe weiß, die illegalen Downloads für sich zu nutzen.

Illegale Downloads – Die Musikbranche in Aufruhr

Ungebrochen ist das Interesse an dem Thema der illegalen Downloads – und ebenso scheint es, als kämen die Diskussionen darum niemals zur Ruhe. Insbesondere die Musikbranche ist unzertrennlich damit verwoben.

Obwohl schon in den Jahrzehnten von Radio und Musikkassette weit verbreitet, geriet die Thematik des Raubkopierens erst im Zeitalter von CD und CD-Brennern ständig in die Schlagzeilen. Das Urheberrecht wurde nicht nur auf nationaler, sondern gar auf internationaler Ebene diskutiert und völlig neu aufgerollt.

Illegale Downloads nehmen zu und schaden der Musikindustrie

Die Aussage der Musikindustrie: Raubkopierer fügen der Branche jährlich einen immensen Schaden zu. Verschärft wurde die Situation durch das Aufkommen des MP3-Formats, mit dem Online-Tauschbörsen für illegale Downloads geradezu boomten.

Trotz der Schließung zahlreicher Webringe und Portale zum Tausch solcher Raubkopien, bleibt die Masse an illegal heruntergeladener Musik enorm, nimmt laut Aussagen aus der Musikindustrie und den Ergebnissen verschiedener Analysen sogar zu. Millionen von Euro und Dollar sollen der Branche dadurch entgehen.

Abmahnungen, Bußgelder und Freiheitsstrafen sind die Konsequenzen, mit denen notorische Raubkopierer und Hörer illegaler Downloads rechnen müssen.

Iron Maiden nutzt illegale Downloads für sich

Die illegalen Musikdownloads als Anlass zu nehmen, den Kopf in den Sand zu stecken, gibt es nicht. Das dachte sich wohl die Heavy-Metal-Band Iron Maiden. Statt aufgrund der durch Raubkopien massiv steigenden Anzahl an illegalen Downloads zu resignieren, schaffte die Band ein neues Geschäftsmodell, mit dem sie diese illegalen Downloads für sich zu nutzen weiß.

Iron Maiden: mit Live-Konzerten gegen Raubkopierer

Statt einen Anwalt zu Rate zu ziehen und strafrechtlich gegen die Raubkopierer vorzugehen, hat die Band sich überlegt, wie sie sich dieser Welt, in der gegen Raubkopierer kaum mehr anzukommen ist, anpassen kann. Via Citeworld hat Gamestar.de erfahren, dass Iron Maiden so auch ihr Tournee-Programm angepasst hat. Auffällig viele Konzerte wurden gerade in den lateinamerikanischen Ländern gegeben, wo die Zahl illegaler Downloads enorm hoch ist.

Fans sind dennoch Fans, egal, ob sie für die Songs zahlen oder sie sie sich kostenlos auf andere Weise beschaffen. Prompt verkauften sich T-Shirts und weiteres Merchandise wie heiße Brötchen. Und nicht nur das. Auch auf Facebook zeigte sich, dass das neue Geschäftsmodell durchaus von Erfolg geprägt ist: Innerhalb nur eines Jahres stieg die Anzahl der Fans von 3,1 auf 8 Millionen.

Filesharing tatsächlich schädlich?

Iron Maiden ist somit der Beweis dafür, dass illegale Musikdownloads nicht unbedingt nur negativ sein müssen und dürften somit für viele ebenso belegen, dass so mancher Zweifler Recht behalten könnte. Denn nahezu so alt, wie die Beschwerde der Musikindustrie, ist die These vieler Skeptiker, dass die Raubkopien und illegalen Downloads der Branche gar keinen Schaden zufügen.

Schon mehrfach wurden Studien durchgeführt, die aufzeigen sollten, dass die Musikbranche durch illegale Downloads keinen Schaden erleidet. Oftmals wurde dadurch bereits angedeutet, dass die Musikbranche nicht nur keine Einnahmebußen hinnehmen muss, sondern sogar von den illegalen Downloads profitiert.

Skeptiker an der Theorie, dass illegale Downloads der Musikindustrie schaden, argumentieren oftmals, dass die Raubkopien als Werbung für die Künstler dienen und meist dazu anregen, das Original zu kaufen oder – wie im Fall Iron Maiden – Konzerte zu besuchen.

Die Ergebnisse der bisherigen Studien haben allerdings bislang keinen Anlass dazu gegeben, dies als gegeben hinzunehmen und die Situation bleibt unverändert: Raubkopien sind gegen das Gesetz und werden mit teils saftigen Strafen geahndet.



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