Wissenschaft

Japan: Parlamentsabgeordneter Yasuhiro Sonoda trinkt Wasser aus Fukushima

Nachdem ihn die Medien quasi herausgefordert hatten, hat der japanische Parlamentsabgeordnete Yasuhiro Sonoda live im Fernsehen demonstrativ ein Glas Wasser aus einer Pfütze auf dem Gelände des havarierten AKW Fukushima getrunken. Trotz der Tatsache, dass das Wasser vorher dekontaminiert wurde, konnte Sonoda das Zittern seiner Hände nicht verheimlichen. Mit dieser Aktion will Sonada die vermeintliche Sicherheit und Händelbarkeit der Atomkatastrophe in Japan demonstrieren.

Das Wasser stamme aus einer Pfütze unter einem der beschädigten Reaktoren, selbstverständlich wurde das Wasser vorher weitestgehend dekontaminiert. Dennoch konnte Sonada seine Nervosität nicht verbergen, als er das Glas Wasser auf einer Pressekonferenz ausleerte. Sonada hat in seiner Funktion als Sprecher des japanischen Kabinetts auf die Sicherheit hinweisen wollen, gleichzeitig betonte er auf der Pressekonferenz, dass es nicht ausreichen würde ein Glas Wasser zu trinken um die Bevölkerung in Japan zu beruhigen. Vielmehr sei es wichtiger die Bevölkerung mit Informationen zu versorgen.

Darüber hinaus will die japanische Regierung Journalisten aus aller Welt erlauben, am 12. November das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu besuchen, so sehr ist man inzwischen von der Sicherheit der Reaktoren überzeugt, die bislang immer noch nicht abgeschaltet werden konnten. Mit diesen Aktionen soll die Zuversicht in der japanischen Bevölkerung gestärkt werden, in letzter Zeit wurden zunehmend so genannte Hotspots aufgefunden, so auch in der Hauptstadt Tokio. Die „kalte“ Abschaltung der beschädigten Reaktoren soll bis Ende des Jahres erfolgen, doch die 20 Kilometer-Sperrzone wird vorraussichtlich für die nächsten Jahrzehnte unbewohnbar bleiben.



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