Wissenschaft

Japan: Premier Noda erklärt Fukushima für stabilisiert

In Japan hat Premierminister Yoshihiko Noda das Atomkraftwerk Fukushima für endgültig stabilisiert erklärt, neun Monate nach dem Super-Gau am havarierten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi habe man die Kontrolle wiedergewonnen. Nach dem Erdbeben vom 11. März und dem drauffolgenden Tsunami sind vier der sechs Reaktorblöcke massiv beschädigt, in einigen habe gar eine partielle Kernschmelze stattgefunden. Die Auswirkungen des Super-Gau wird noch Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, Auswirkungen auf die Region haben.

Auf einer Pressekonferenz gab Premier Noda seine Einschätzung wieder, wonach die Reaktoren so weit abgekühlt seien, als dass man mit einer so genannten kalten Abschaltung beginnen könne. Nun gehe es darum, die gesamte Anlage abzubauen. Deswegen werde die japanische Regierung einen klaren Fahrplan verkünden, zugleich werde man beim Rückbau des AKW strengstens auf die Sicherheit achten. Dennoch sei der Kampf nicht vorbei, betonte Noda.

Im Zuge des Unfalls am AKW Fukushima wurden 80.000 Menschen in einem Radius von 20 Kilometer um das Kernkraftwerk evakuiert, wann diese wieder zurückkehren können, ist bislang unbekannt. Nach Angaben der Regierung könnten die Aufräum- und Dekontaminationsarbeiten bis zu 40 Jahre anhalten, doch Experten meinen eher, dass das Ganze wesentlich länger dauern könnte. Zum einem ist es schwierig, das geschmolzene Material aus den Brennelementen am Boden der Reaktoren zu entfernen, doch vorher müssen Tonnen an radioaktivem Wasser entfernt und sicher gelagert werden. Das AKW Fukushima, ob nun als stabilisiert erklärt oder nicht, wird Japan auf die nächsten Jahrzehnte noch beschäftigen.



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