Gesundheit

Kann Essen Krebs auslösen?

Am 4. Februar war Weltkrebstag – Anlass genug um sich genauer mit der zweithäufigsten Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen zu beschäftigen.

Inwiefern spielt Ernährung eine Rolle und welche Lebensmittel wirken schützend vor Krebs? Hier gibt’s Antworten.

Was ist Krebs und wie entsteht er?

Unter Krebs versteht man das ungehemmte Wachstum von Zellen, das durch Schädigung der DNA und  Störungen im Zellzyklus hervorgerufen wird. Die Zellen teilen sich so schnell, dass körpereigenen Reparaturmechanismen nicht mehr ausreichend gegensteuern können – als Tumore bezeichnete Zellklumpen entstehen, die in gesundes umliegendes Gewebe einwandern und dieses zerstören können.

Gefahr durch Metastasen

Solange die Krebserkrankung auf ein Organ begrenzt ist, sind die Heilungschancen relativ groß, problematisch wird es, wenn die Tumorzellen in die Lymph- und Blutbahn gelangen, sich im Körper verteilen und in anderen Organen, wie der Lunge oder Leber ansiedeln. Diese Streuung der Tumorzellen wird als Metastasierung bezeichnet.

Was sind die häufigsten Krebsursachen?

Krebsauslösende Stoffe werden Kanzerogene genannt und lauern in vielen Alltagsprodukten. Der menschliche Körper ist jedoch in der Lage die meisten zu eliminieren oder bereits geschädigte Zellen erfolgreich zu reparieren. Der häufigste Risikofaktor für Krebs ist nach wie vor das Rauchen – durch den Tabak gelangen toxische Substanzen wie Nikotin, Kohlenstoffmonoxid und Benzpyren in die Lunge. Sie richten bereits dort ihr Übel aus oder breiten sich über die Blutbahn im restlichen Körper aus. Neben unzähligen chemischen Substanzen aus Putzmitteln und Kosmetika, muss den Zusatzstoffen und Rückständen von Pestiziden in Lebensmitteln ein hoher Stellenwert zur Krebsentstehung beigemessen werden.

Krebsfördernde Nitrate

Als einer der stärksten krebserregenden Stoffe in Lebensmitteln gelten Nitrate. Die Stickstoffverbindungen gelangen durch Düngemittel auf Obst und Gemüse oder werden Fleischerzeugnissen wie Hot Dogs oder gepökelter Wurst zur Konservierung beigesetzt. Aus Nitraten kann unter bestimmten Umständen im Körper oder bei unsachgemäßer Lagerung, Transport oder Missachtung der gängigen Hygienepraxis bereits im Lebensmittel schädliches Nitrit gebildet werden. Dieses ist an der Entstehung aggressiver Nitrosamine beteiligt sind, die die DNA schädigen und somit krebsfördernd sein können. Diverse epidemiologische Studien deuten auf eine positive Korrelation zwischen Nitrosaminen und Tumoren in Magen und Speiseröhre hin.

Acylamid durch Erhitzen

Neben Nitraten gilt Acrylamid als eine weitere vielfach untersuchte krebsfördernde Substanz. Bei der Erhitzung stärkehaltiger Lebensmitteln, wie Kartoffeln oder Getreideprodukte über 180 Grad Celsius entsteht durch eine sogenannte Maillard Reaktion besonders viel Acrylamid. Vorsicht ist folglich unter anderem besonders vor Pommes Frites oder frittierten Backwaren wie Donuts oder Berlinern geboten.

Gefährliche Transfette

Ein weiterer, in vielfachen Studien belegter, Zusammenhang zwischen Krebsentstehung und Ernährung geht auf Transfettsäuren zurück. Diese entstehen bei der Härtung von pflanzlichen Fetten und finden sich in hoher Konzentration in Fastfood, Chips, frittierten Backwaren und anderen Fertigprodukten. 

Obst und Gemüse mit antikanzerogener Wirkung

Auch wenn die Anzahl krebsfördernder Stoffe in Lebensmitteln ellenlang erscheint, gibt es auch eine Reihe an Nahrungsmitteln die präventiv gegen Krebs wirken. Hierzu zählen Beerenfrüchte wie Blau – oder Himbeeren und Kohlgewächse wie Brokkoli oder Grünkohl. In diesen finden sich in hoher Konzentration Antioxidantien, die krebsfördernde Moleküle, sogenannte freie Radikale, abfangen. Ferner gibt es eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien, die vor Krebs schützende Effekte durch Chlorophyll aus grünem Blattgemüse, schwefelhaltigem Allicin aus Knoblauch oder Polyphenolen aus grünem Tee belegen.



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