Konjunktur

Karstadt: Bis zu 100 Stellen im Management sollen wegfallen

Der krisengeschüttelte ehemalige Warenhausriese Karstadt will nicht nur bei den einfachen Angestellten sparen, sondern auch beim Management. Bis zu 100 Stellen im Management sollen demnach langfristig wegfallen. Dies sagte Kai-Uwe Weitz, Personalchef von Karstadt in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“. In den 2000 vom Stellenabbau betroffenen Abteilungen soll demnach auch das Management selbst inbegriffen sein.

Nur mittlere Führungsbene soll vom Stellenabbau betroffen sein

Wie für Konzerne üblich, soll jedoch nicht im obersten Management gespart werden, sondern lediglich in der mittleren Führungsebene. Ein Zeichen an die Belegschaft wäre hingegen gewesen, wenn auch das oberste Management selbst von den Stellenstreichungen inbegriffen wäre. Weitz sagte jedoch, dass der Stellenabbau sozialverträglich erfolgen soll. Falls dies nicht möglich sei, soll eine Transfergesellschaft gegründet werden.

Personalabbau soll bis 2014 abgeschlossen sein

„Rasenmähermethoden“ will die Konzernspitze jedoch vermeiden, heißt es. Dennoch sollen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden. Bis zum Jahre 2014 soll der Personalabbau abgeschlossen sein, heißt es vonseiten Karstadts. Die Gewerkschaft Ver.di rechnete indes kürzlich vor, dass aufgrund der hohen Teilzeitbeschäftigungsrate bei Karstadt die tatsächliche Zahl der freigesetzten Mitarbeiter bei 4000 liegen könnte.

Die 2000 Stellen, die Karstadt angibt, beziehen sich indes auf eine Vollzeitstelle. Karstadt hatte 2010 Insolvenz anmelden müssen und wurde daraufhin durch den Investor Nicolas Berggruen aufgekauft. Berggruen soll bislang rund 160 Millionen in Karstadt investiert haben.



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