Wissenschaft

Kernforschungszentrum: „Gott schickt Vertreter“

Forscher des Kernforschungszentrums in Cern wollen dem als Gottes-Teilchen bekannten Higgs-Boson-Teilchen auf die Schliche kommen. Entdeckt wurde das Teilchen bislang nicht. Nun haben die Forscher jedoch stattdessen ein anderes Teilchen gefunden.

Chi-b (3P) ist kein Elementarteilchen

Das als Chi-b (3P) bezeichnete Teilchen entstand bei der Kollision von zwei Protonenstrahlen. Das neue Teilchen weist demnach ein Gewicht von 10,52 Gigaelektronenvolt auf. Ein Proton hingegen wiegt etwa ein Gigaelektronenvolt. Das neu entdeckte Teilchen besteht dem Vernehmen nach aus zwei Quarks, nämlich einem Bottom- und einem Anti-Bottom-Quark. Weil das neue Teilchen aus zwei Quarks besteht, zählt es jedoch nicht zu den sogenannten Elementarteilchen, anders als das fieberhaft gesuchte Higgs-Boson-Teilchen. Das neue Teilchen gibt indes Aufschluss darüber was die Materie zusammenhalte, so Roger Jones von der an den Versuchen beteiligten Lancaster Universität. Ob das als Gottes-Teilchen gesuchte Higgs-Boson-Teilchen letztlich gefunden wird, ist scheinbar nur noch eine Frage der Zeit. Derweil hat das Gottes-Teilchen einen seiner Stellvertreter in den Mikrokosmos entsandt.



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