Finanzen & Recht

KFZ-Versicherung 2014: Telematik-Box gegen Beitragserhöhung

Beitragserhöhungen der KFZ-Versicherungen 2014 sorgen für weiter steigende Preise bei Autofahrern. Im Durchschnitt erhöhen die Autoversicherungen ihre Beiträge ab 2014 um sieben Prozent.

Der Wechsel der PKW-Versicherung hin zu günstigeren Anbietern kann eine Lösung sein.

Entgegen der Tatsache, dass das Autofahren 2014 durch höhere Versicherungsbeiträge teurer wird, gibt es ganz offizielle Möglichkeiten zu sparen. Dabei ist der Wechsel der Autoversicherung nur eine von mehreren Möglichkeiten.

Tatsächlich gibt es eine KFZ-Versicherung mit einer vollkommen neuen Idee: die Telematik-Box

S-Direkt Autoversicherung beschreitet neue Wege

All jenen, die auch bei der Kfz-Versicherungsprämie sparen möchten gibt es jetzt eine sehr innovative Variante. Die S-Direkt Autoversicherung geht als erster Anbieter diesen Weg. Die Sparkassentochter ist auf Autoversicherungen spezialisiert und will in die Beitragsfestlegung nicht nur einen Spareffekt sondern auch gefühlte Gerechtigkeit und Individualität bringen.

Mit einer Telematik-Box, die das Fahrverhalten des Kunden im versicherten Fahrzeug auswertet, sollen die KFZ-Tarife in Abhängigkeit von der jeweiligen Fahrweise berechnet werden. Wer sein Auto vornehmlich defensiv durch die bundesdeutschen Straßen bewegt, soll das auch an seiner niedrigeren Prämie deutlich merken.

Das Pilotprojekt dazu startet bereits im Januar 2014. 1000 S-Direkt-Kunden sollen so die Chance auf eine günstige und individuelle Tarifberechnung bekommen. Den Datenschützern stehen freilich dabei die Haare zu Berge.

PKW Vollkaskoversicherung werden 2014 deutlich teurer

Besonders auffallend soll der Anstieg der KFZ – Versicherungsprämie im Vollkaskoschutz zu Buche schlagen. Dem Vergleichsportal Transparo zufolge soll die Steigerung bei rund 7,6 liegen. Der Wechsel der Versicherungsgesellschaft ist für all die problemlos möglich, die ein neues (anderes) Auto zulassen oder den Versicherungsbezirk wechseln. Im Fall einer Prämienerhöhung besteht für den Kunden sogar ein Sonderkündigungsrecht.

KFZ-Versicherungsvergleich mit Tücken

Die Vergleich der KFZ-Versicherungen ist oftmals sinnvoll und hilft Prämien zu sparen. Allerdings sind die Tarife oft so komplex aufgebaut und von so vielen Einzelfaktoren abhängig, dass der Vergleich im Detail oft nicht möglich ist. Als Verbraucher darf man eines definitiv nicht vernachlässigen: Der Billigste Tarif ist nicht automatisch immer auch der beste Tarif.

Wer also Versicherungstarife vergleichen will, begibt sich in ein kaum überschaubares Tarifdickicht von über 100 Kfz-Versicherern, von denen jeder Einzelne auch noch mehrere Tarife anbietet. Bei der Gestaltung der Tarife sind die Versicherungsgesellschaften tatsächlich sehr frei.

PKW Typklasse und Regionalklasse des Zulassungsortes

Die Tarifmerkmale werden letztlich aus statistisch erhobenen Daten ermittelt. Die Haftpflicht-Typklasse des Fahrzeuges (ergibt sich aus der Schadenhäufigkeit und der durchschnittlichen Schadenhöhe), die Vollkasko-Typklasse des Fahrzeuges (errechnet sich aus den Reparaturkosten eines bestimmten Fahrzeugmodells), die Teilkasko-Typklasse des Fahrzeuges (wird ermittelt aus der Schadenfrequenz von z. B, Teile- und Totalentwendung eines bestimmten Fahrzeugmodells und durchschnittliche Schadenhöhe) und die Regionalklasse des Zulassungsortes (Schadenhäufigkeit in einem regional begrenzten Gebiet) werden zur Ermittlung der aktuellen Prämie herangezogen.

Recht auf Kündigung und Wechsel der KFZ-Versicherung

Wird seitens der Autoversicherung auch nur eines dieser Elemente in der Höhe des Betrages angehoben, entsteht per Automatismus ein Sonderkündigungsrecht. Dabei ist es unerheblich, ob praktisch zeitgleich ein anderes Element gesenkt oder rabattiert wird.

Manchmal hilft es auch schon, sich seine Versicherungsprämie einfach noch mal von der Versicherungsgesellschaft neu berechnen zu lassen. Dabei passiert oft Erstaunliches. Die Prämie kann dabei nämlich zum Teil dramatisch nach unten korrigiert werden. Das liegt einfach daran, dass die Versicherungsgesellschaft neue Tarife anbietet, während man selber in seinem „alten“ Tarif verbleibt.

Je mehr Versicherte nun diesen Tarif bereits verlassen haben, desto teurer wird es dann für die Einzelnen, die noch in diesem Tarif verblieben sind. Da ist man stets gut beraten, sich seinen Tarif jährlich einmal neu berechnen zu lassen. Oftmals wundert der Versicherte sich, wie viel Geld er monatlich einsparen kann.

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