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Kombi-Rente noch vor Bundestagswahl 2013?

Die Kombi-Rente, also die Teilzeitarbeit in Kombination mit einer ergänzenden Rente, soll noch vor den Bundestagswahlen 2013 auf den Weg gebracht werden, das berichtet die Rheinische Post. Demnach plane Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch vor der Sommerpause 2012 die entsprechenden Gesetzesentwürfe vorlegen zu wollen. Damit sollen ältere Arbeitnehmer motiviert werden, in Teilzeit zu arbeiten und gleichzeitig eine Teilrente zu erhalten. Der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) kritisiert das vorhaben, DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte dazu auf der Online-Seite des DGB: “ Der Vorstoß von Bundesarbeitsministerin von der Leyen zur Teilrente ist unzureichend, da sie wieder einmal an den wirklichen Kernproblemen der drohenden Altersarmut vorbeizielt.“

Kombi-Rente ab 63

Die Kombi-Rente soll für Arbeitnehmer ab dem 63. Lebensjahr eingeführt werden, diese können einen Teil ihrer rente vorzeitig beziehen und daneben deutlich mehr verdienen, ohne das die Abzüge für ältere Arbeitnehmer dies weniger lukrativer erscheint. Ein ähnliches Prinzip gibt es schon seit 1992, doch die wenigsten Vorruheständler nutzen diese Möglichkeit. Auf der anderen Seite wollten viele Arbeitnehmer länger arbeiten, sagt von der Leyen. So sollen die Hinzuverdienstgrenzen derart angehoben werden, dass die Summe aus Teilrente und Teilzeitjob das letzte monatliche Bruttogehalt nicht überschreiten soll. Bislang sind die Hinzuverdienstgrenzen starr geregelt, für viele lohnt es sich momentan schlicht nicht, deswegen ziehen viele einen Abschlag vor und gehen vorzeitig in die Rente. Für solche, die eine Vollrente beziehen, gilt weiterhin, es existiert keine Hinzuverdienstgrenze.

DGB kritisiert die Pläne zur Kombi-Rente

Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Pläne zur Kombi-Rente, man müsse vielmehr das gesamte Rentenniveau steigern, um der Altersarmut effektiv begegnen zu können. Die Vereinfachungen im Zuge der Kombi-Rente seien zwar sinnvoll, würden aber am Ende nur einen Tropfen auf einem heißen Stein bilden. Der DGB weist auf die Tatsache hin, dass trotz Anhebung der Rente auf 67 lediglich zehn Prozent der 63 und 64 jährigen in der Lage sind einer Vollbeschäftigung nachzugehen. Auch die Arbeitsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer blieben weiterhin begrenzt. Zudem bestünde die Gefahr, dass ältere Arbeitnehmer frühzeitig entlassen werden könnten und sozusagen in die Kombi-Rente abgeschoben werden könnten. Damit würden diese den gleichen Job unter schlechteren Konditionen fortführen, damit könne man der Altersarmut nicht begegnen. Zur Einführung der Kombi-Rente, auch wenn die Kombi-Rente noch vor der Bundestagswahl 2013 kommen sollte, werden sicherlich weitere Diskussionen folgen.

 



3 Kommentare zu “Kombi-Rente noch vor Bundestagswahl 2013?”

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