Finanzen & Recht

Krankenversicherung Beitragssatz 2012

Der Beitragssatz der Krankenversicherung für das Jahr 2012 in der gesetzlichen Krankenkasse beträgt 15,50 %. Dieser Beitragssatz verteilt sich ungleichartig auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer übernehmen 8,20 %, die Arbeitgeber nur 7,30 %. Diese Werte gelten für den allgemeinen Beitragssatz. Neben dem allgemeinen Beitragssatz gibt es auch einen ermäßigten Beitragssatz, der für das Jahr 2012 den Wert von 14,9 % hat. Von dem ermäßigten Beitragssatz übernehmen die Arbeitnehmer 7,90 %, die Arbeitgeber dagegen nur 7,00 %.

Allgemeiner Beitragssatz zur (freiwilligen) gesetzlichen Krankenversicherung 2012

Bis Ende des Jahre 2008 wurden die Krankenversicherungsbeiträge von der jeweiligen Krankenkasse in ihrer Satzung selbst bestimmt. Dadurch ergaben sich sehr unterschiedliche Beitragssätze je nach Krankenkasse. Durch die Gesundheitsreform wurde ein einheitlicher Beitragssatz (allgemein und ermäßigt) in der gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt. Ab dem 1.1.2009 wird der allgemeine und ermäßigte Beitragssatz der Krankenversicherung einheitlich für alle Kassen von der Bundesregierung festgesetzt. Der Beitragssatz der Krankenversicherung gilt damit bundeseinheitlich für alle gesetzlichen Krankenkassen in allen Bundesländern.

Die Krankenkassen können aber ab Januar 2011 einen Zusatzbeitrag zu den einheitlichen Beitragssätzen erheben. Für 2012 hat das Bundesgesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag auf 0,00 EUR festgesetzt. Zusätzlich zum allgemeinen und ermäßigten Beitragssatz in der Krankenversicherung wurde zum 1. Januar 2005 ein Sonderbeitrag zur Finanzierung von Zahnersatz eingeführt. Er beträgt 0,9 % des Bruttoeinkommens und wird ohne

Arbeitnehmeranteil und Arbeitgeberanteil am Krankenversicherungsbeitrag 2012

Beteiligung der Arbeitgeber allein von den Arbeitnehmern übernommen. Der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil für den allgemeinen Krankenversicherungsbeitragssatz im Jahr 2012 ergibt sich daher folgendermaßen:

Allgemeiner Beitragssatz Arbeitnehmeranteil: (15,5 % – 0,9 %) / 2 + 0,9 % = 8,2 %
Allgemeiner Beitragssatz Arbeitgeberanteil: (15,5 % – 0,9 %) / 2 = 7,3 %

Krankenversicherungsbeitrag 2012: Unterschiede zwischen GKV und PKV

Zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) sind der Beitragssatz und der Beitrag der Krankenversicherung eines der Hauptunterscheidungsmerkmale. Der Krankenversicherungsbeitrag 2012, den die GKV erhebt, hängt direkt von Gehalt und Einkommen der Versicherten ab. Die PKV dagegen erhebt dagegen keine lohn- und einkommensabhängigen Krankenversicherungsbeiträge. Der Krankenversicherungsbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung soll in Zukunft nicht mehr angepasst werden. Über einen Zusatzbeitrag sollen weitere Kostensteigerungen im Gesundheitswesen allein von den Versicherten getragen werden. Darüber hinaus haben die gesetzlich Versicherten noch Zuzahlungen und Praxisgebühren zu entrichten. Der Krankenversicherungsbeitrag allein beschreibt die tatsächlichen Kosten für gesetzlich Versicherte daher nur sehr unvollständig.

Einkommensgrenze für den Wechsel in die Private Krankenversicherung 2012

Besserverdienende Arbeitnehmer haben jedoch meist die Möglichkeit, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Arbeitnehmer und Angestellte dürfen in die private Krankenversicherung wechseln, wenn ihr Gehalt die Versicherungspflichtgrenze regelmäßig überschreitet. Die PKV bietet die besseren Konditionen, das Angebot der Leistungen ist größer und die Beiträge sind oft niedriger als in der GKV. Der Begriff der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung gehört zur GKV und hat für die Mitglieder der PKV keine Bedeutung.

In der PKV im Unterschied zur GKV sind nämlich die Beiträge nicht abhängig von Gehalt und Einkommen des Versicherungsnehmers. In der privaten Krankenversicherung sind die Tarife individuell anpassbar und auch die Beiträge werden individuell berechnet. Die Beitragskalkulation der PKV berücksichtigt persönliche Einflussgrößen wie Eintrittsalter, Geschlecht oder Gesundheitszustand. Außerdem bestimmt die Wahl des Tarifs mit den darin enthaltenen Leistungen die Höhe des Beitrags. Der Versicherte bestimmt selbst, ob ihm ein Basisschutz mit geringem Beitrag ausreicht, oder ob nicht der teurere Rundumschutz die bessere Wahl ist.



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