Finanzen & Recht

Goldpreisentwicklung 2014: Comex geht das Gold aus!

In den letzten Monaten haben viele Investoren den sinkenden Goldpreis ausgenutzt und kräftig physisches Gold bei der US-Warenterminbörse Comex gekauft.

Daher sind die Lagervorräte der Comex entsprechend stark geschrumpft. Was hat das für Folgen in Hinsicht auf die Goldpreisentwicklung 2014?

Folge: Das Verhältnis zwischen Gold-Futures (Papiergold) und den vorhandenen Lagerbeständen (physisches Gold) ist deutlich nach angestiegen und liegt inzwischen weit über dem Niveau vergangener Jahre.

Seit Jahresanfang ist der Goldpreis stabil, obwohl die Verkäufe von Gold-ETCs uneingeschränkt weiterlaufen. Im Vergleich zum Jahresende 2013 sind die Bestände des weltgrößten Gold-ETCs – SPDR Gold Shares – um ein Prozent auf nun 790,46 Tonnen gefallen. Beeindrucken kann dies die Investoren aber schon lange nicht mehr. Weiterhin kaufen sie im ganz großen Stil physisches Gold.

Gold-Lagerbestände der Comex auf Allzeittief

Täglich sinken die Lagerbestände an der US-Warenterminböse Comex auf immer neue Allzeittiefs. Gestern betrug der Vorrat nur noch 375.140 Unzen (11,67 Tonnen). Im Vergleich zum April 2013 ist das ein Rückgang von rund 90 Prozent. Inzwischen ist das Verhältnis von Goldfutures – also dem Papiergeld – und den aktuellen Lagerbeständen – dem physischen Gold – auf den Faktor 103 gesprungen.

Zwischen 2000 und 2013 waren lediglich Werte zwischen dem 10- und dem 25fachen normal. Anzeichen für die derzeit dramatische Entwicklung.

Goldpreisentwicklung 2014: Knappheit des physischen Goldes

Tres Knippa, Händler an der CME und Chef von Kenai Capital Management zur Situation: „Wenn ein Händler, den Bestand an Gold-Futures, den er maximal besitzen dürfte, nehmen würde und dafür die Lieferung von physischen Gold verlange würde, würde er 81 Prozent der vorhandenen Goldlagerbestände abziehen. Das ist ein Problem.“

Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn auch noch ein, zwei weitere Händler auf diese Idee kommen würden und die Auslieferung von physischem Gold verlangen würden. Knippa noch einmal: „Ich würde weiter Gold zukaufen. Werden die Notenbanken langfristig aufhören, Geld zu drucken? Nein.“ Gold jedoch kann nicht nachgedruckt werden und somit auch nicht entwertet werden. Damit könnte Gold neben den Aktien zur besten Geldanlage 2014 aufsteigen.

Auch, wenn die Verkäufe von Gold-ETCs voraussichtlich noch einige Zeit anhalten werden. Mittel- und langfristig sind die Aussichten für den Goldpreis ganz ausgezeichnet. Vor allem solange die Notenbanken rund um den Globus weiter kräftig Geld drucken.



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