Gesundheit

Reanimation: Erste-Hilfe-Kurse sollen forciert werden

Es wäre einfach, 10.000 Menschen das Leben zu retten – wenn man weiß wie.

In Deutschland gilt es fast schon als Tabuthema und keiner traut sich an die Reanimation. Ärzte, Sanitäter und Politiker appellieren nun an die Bevölkerung und wollen durch Erste-Hilfe Schulungen die Zahl der „Lebensretter“ erhöhen.

Ein Zehn-Punkte-Plan soll nun von Ärzten, Sanitätern und Politikern eingeführt werden, um die Zahl der Lebensretter in Deutschland zu erhöhen. Denn es gilt immer noch als großer Fehler, wenn man sich in einer Notsituation befindet, dass man einfach gar nichts tut. Ein Fehler, der sogar Leben kosten kann.

Reanimation als Automatismus

Erfahrungsberichte haben gezeigt, dass bei der Reanimation eines Menschen das Denken häufig abgeschalten wird. Man sollte in diesem Moment einfach das tun, was man gelernt hat. Wenn jemand umkippt, eventuell reglos in die Gegend starrt und jemand um Hilfe ruft, sollte man auch agieren und Erste-Hilfe anbieten.

Wenn jemand zusammenbricht, sollten Reaktionen und Taten folgen. Im ersten Moment den Puls fühlen, schauen, ob ein Lebenszeichen vorhanden ist und dann agieren. Eine Situation, die für viele unbegreiflich und daher auch undurchführbar ist. Ein Fehler, der Leben kosten kann.

Erste Hilfe Kurse beim Roten Kreuz

Beim Roten Kreuz kann man lernen, wie man in solch einer durchaus stressigen Situation umgehen sollte. Rhythmisch auf den Brustkorb drücken, schnell und vor allem fest. Erste Hilfe Kurse können hier helfen, die richtige Vorgehensweise zu erlernen.

Mit Hilfe von Beatmungsbeuteln, die sich häufig in vorhandenen Notfallkoffern befinden, kann Luft in die Lungen des Betroffenen gepumpt werden. Die Reanimation sollte so lange gemacht werden, bis der Rettungswagen ankommt. Denn dann kümmern sich die Fachkräfte um die Wiederbelebung.

Eine solche Erste Hilfe Maßnahme kann Leben retten. Doch ein wenig Eigeninitiative ist dabei gefragt. Durch Erste Hilfe Kurse beim Roten Kreuz kann erlernt werden, wie in gewissen Situationen gehandelt werden muss. Dinge, die viele Menschen nicht vergessen oder nicht können.

Über den eigenen Schatten springen

Nur eine Minderheit in Deutschland traut sich zu, eine aktive Wiederbelebung zu betreiben. Häufig ist beispielsweise ein Zeuge dabei, wenn ein Patient einen Herzstillstand erleidet. Dies passiert oft in den heimischen vier Wänden, wo oft jemand vor Ort ist, der durchaus helfen kann.

Jedoch sind es nur traurige 17 Prozent der Fälle, in denen eine aktive Wiederbelebung durch eben diesen Anwesenden durchgeführt wird.

„Zehn Thesen für 10.000 Leben“

Dies soll sich ändern. Die Rettungskette in Deutschland muss verbessert werden. Um diesen Schritt zu wagen, haben sich 52 Experten zu den sogenannten Reanimationsgesprächen im baden-württembergischen Bad Boll getroffen.

Das Motto, das hier vertreten werden soll: „Zehn Thesen für 10.000 Leben“. Man ist davon überzeugt, dass durch aktive Mithilfe mindestens 10.000 Menschenleben jedes Jahr in Deutschland gerettet werden könnten, wenn aktive Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Üblicherweise kann man nichts falsch machen. Die meisten Menschen sind nur durch die stressige Situation überfordert. Eben das soll mit den Thesen abgeschafft werden. Es soll erlernt werden, wie Leben geretten werden können.



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