Politik

Lindner Rücktritt: FDP in der Krise angekommen

Linder Rücktritt: Die FDP taumelt nun in Richtung politischer Bedeutungslosigkeit. So jedenfalls sehen es Politikexperten.
Bis vor wenigen Tagen wollte FDP-Vorsitzender Philipp Rösler von einer Krise der FDP trotz aller Anzeichen nichts wissen. Mit den knappen Worten „Auf Wiedersehen“ verabschiedete Christian Lindner sich aus der ersten Reihe der Politik.

Lindner: FDP Dynamik ermöglichen

Offiziell gab der bisherige Generalsekretär der Liberalen an, dass er durch den Schritt eine neue politische Dynamik ermöglichen wolle. Wie er diesen Ausspruch meinte, sagte Lindner indes nicht. Es hat den Anschein, als ob sich der Rücktritt als wohlüberlegter Schachzug von Lindner darstellt. Einerseits wird mit der politischen Dynamik nämlich nun eine Disposition des Vorsitzenden ebenso diskutiert werden wie die Rolle der FDP an sich.

Mehrheit für Euro-Skeptiker?

Zudem was Lindner nicht sagte und was auch in den Medien derzeit nicht oder nur selten im Zusammenhang mit Lindners Rücktritt zu lesen ist, kennt Lindner womöglich die Ergebnisse des Mitgliederentscheides schon? Gab es möglicherweise eine Mehrheit für die Euro-Skeptiker? Selbst wenn dieses Quorum nicht erreicht wurde, könnte dies zum politischen Harakiri für die Parteispitze werden. Wollte Lindner dem also zuvorkommen, um die Niederlage nicht mehr verkaufen zu müssen? Dies mag heute noch Spekulation sein, es erweckt jedenfalls den Anschein, als ob ein Zusammenhang bestehen könnte, denn der Rücktritt Lindners erfolgte ohne jegliche Vorwarnung. Über Rösler äußerte sich Lindner jedoch in keiner Weise negativ, allerdings auch nicht überschwänglich positiv. Wolfgang Kubicki, Nordliberaler und in der misslichen Lage, im Mai 2012 Landtagswahlen bestreiten zu müssen, dürfte indes bereits das Totenglöckchen der Nord-FDP läuten gehört haben, entsprechend gereizt reagierte er auf den Rücktritt Lindners.



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