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Mark Shuttleworth: Ubuntu mit mehr Installationen als Red Hat

Mark Shuttleworth, Ubuntu Gründer und Milliardär gab kürzlich an, dass der Anteil von Ubuntu-Rechnern im Serverbereich bei Unternehmen mittlerweile höher sei, als der vom bisherigen Marktführer Red Hat. Laut Mark Shuttleworth stieg demnach der Anteil der Linux-Distribution Ubuntu auf dem Linux-Unternehmermarkt innerhalb eines Jahres stetig an. Im selben Zeitraum sei
der Anteil von Red Hat stetig gefallen, so Shuttleworth weiter.

Shuttleworth: Stetige Bemühung Qualität von  Ubuntu zu steigern

Belegen will der Ubuntu-Gründer dies mit einer Statistik von w3techs, die jedoch nur öffentliche Webserver berücksichtigt. Die Zahlen lassen sich jedoch hierbei nicht einfach auf ähnliche Verhältnisse bei Desktop-Rechnern oder anderen Servern übertragen.

Shuttleworth entgegnet hingegen, dass insbesondere der Cloud-Dienst „Ubuntu One“ zur Datenspeicherung und Datensicherung sehr gut bei Unternehmen angenommen werde. Ubuntu sei zudem stetig bemüht, die Qualität der Distributionen zu erhöhen.

Ubuntu: immer mehr öffentliche Stellen wechseln auf Ubuntu

So würden Probleme schnell und umfassend behoben. Die sich aktuell in der Entwicklung befindliche Version 12.04 LTS von Ubuntu wird einen technischen Support von fünf Jahren aufweisen.

Ursprünglich betrug der Support bei den Long-Term-Support-Versionen nur drei Jahre. Auch im Zusammenhang mit der längeren Support-Zeit scheint die Rechnung von Shuttleworth aufzugehen, denn zweifellos nutzen immer mehr öffentliche Stellen die beliebte Linux-Distribution.

Auch immer mehr Unternehmen gehören zwischenzeitlich zu Ubuntu-Nutzern. So nutzt die französische Nationalversammlung Ubuntu ebenso auf ihren Rechnern wie die Versicherungsgruppe LVM. Auch die französische Gendarmerie nutzt Ubuntu auf ihren Rechnern.

Selbst die Münchner Stadtverwaltung nutzt fast ausschließlich nur noch Ubuntu auf ihren Desktop-Rechnern. Daneben nutzen auch immer mehr Schulen die kostenlose Distribution als Betriebssystem.

Shuttleworth: Ziel lautet  200 Millionen Rechner mit Ubuntu zu bestücken

Shuttleworth hatte vor einiger Zeit die Losung ausgegeben, Ubuntu auf weltweit 200 Millionen Rechnern zu installieren. Ob dies gelingt, hängt nicht zuletzt von der Akzeptanz von Ubuntu bei den Unternehmen ab.

Die neue LTS-Version von Ubuntu mit dem Codenamen „Precise Pangolin“ lässt jedenfalls hoffen, dass Ubuntu sich dauerhaft auch im Desktop-Bereich etabliert. Vor Kurzem startete Canonical, das Unternehmen, welches hinter Ubuntu steht, eine Offensive für den Smartphone-Bereich.

Auch hier will sich das Betriebssystem auf Linux-Basis künftig etablieren.



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