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Merkel entlässt Röttgen: Wie reagiert die Energiewirtschaft?

Noch am Montag erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass Norbert Röttgen trotz der verheerenden Niederlage bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen Bundesumweltminister bleiben wird, weil er für die Vollendung der Energiewende gebraucht werde. Nun hat Merkel Röttgen überraschend fallen lassen. Experten vermuten indes, dass das umstrittene Interview von Horst Seehofer im ZDF-Heute-Journal für die Kündigung maßgeblich war.

Seehofer: Im ZDF vom Leder gezogen

Seehofer hatte sich nach dem Ende des offiziellen Interviews mit Klaus Kleber vom ZDF über Röttgen abfällig geäußert und seine Kompetenz indirekt infrage gestellt. Nun wird vermutet, dass Angela Merkel lieber ihren Bundesumweltminister opfern wollte, als es sich mit dem bayrischen Ministerpräsidenten und damit auf lange Sicht mit der CSU zu verscherzen.

Norbert Röttgen: Einzig das Bundestagsmandat verbleibt

Norbert Röttgen war erst am Sonntag unmittelbar nach der ersten Prognose vom Amt des CDU-Landesvorsitzenden zurückgetreten. Röttgen selbst bleibt nunmehr nur noch sein Bundestagsmandat.

Derweil soll der Parlamentarische Geschäftsführer der Union im Bundestag, Peter Altmaier, Nachfolger von Röttgen im Amt des Bundesumweltministers werden.

Energiewirtschaft sorgt sich um Energiewende

Derweil sorgt sich die deutsche Energiewirtschaft um die Gestaltung der zukünftigen Energiewende. Wie ein ungenannt bleibendes Mitglied eines Energieunternehmens mitteilt, betrachten nicht wenige Energieunternehmer, hier insbesondere Anbieter erneuerbarer Energien, die derzeitige Situation und insbesondere die ihrer Meinung nach unbefriedigend durchgeführte Energiewende als gescheitert.

Der neue Bundesumweltminister gilt in dieser Hinsicht, als noch wenig angesehener als es der Alte war, so die Meinung nicht weniger Unternehmer aus der Energiebranche.



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