Wirtschaft

Metro will Dividende 2013/2014 zahlen

Endlich werden die Metro-Aktionäre vom Aktienkauf profitieren.

Das Handelsunternehmen will für das Geschäftsjahr 2013/ 14 eine Dividende zahlen.

Trotz Umsatzrückgang mehr Gewinn

Die Metro verzeichnete im Weihnachtsgeschäft Umsatzrückgänge und konnte dennoch einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaften.

Laut Vorstandschef Olaf Koch, wurde mit diesem Gewinn die Basis für eine Ausschüttung gelegt. 2013 gingen die Aktionäre leer aus.

1,75 Milliarden Euro operativer Gewinn

Koch stellte bereits die erste Jahresprognose und stellt den Anteilseignern für das laufende Geschäftsjahr einen operativen Gewinn in Höhe von etwa 1,75 Milliarden Euro in Aussicht. Hierbei müssten jedoch Sonderfaktoren berücksichtigt werden.

Im Dezember kündigte der Vorstandschef noch an, eine Summe in Höhe von 1,7 Milliarden Euro deutlich übertreffen zu wollen.

Rückgang des operativen Gewinns

In der Summe sei das Ergebnis operativ deutlich besser geworden, zog Koch Bilanz. Das Unternehmen habe eine sehr robuste Ertragskraft gezeigt.

Im Zeitraum von Oktober bis Dezember verzeichnete die Metro einen Rückgang des operativen Gewinns vor Sonderfaktoren auf 1,073 (Q1 2012/13: 1,273) Milliarden Euro.

Im letzten Jahr profitierte der Handelsriese jedoch von Immobilienverkäufen, die nun wegfallen. Die Metro erwirtschaftet im Gesamtbild gesehen nun deutlich mehr.

Der Ebit, der operative Gewinn, stieg von 985 Millionen Euro auf 1,09 Milliarden an. Metro musste außerdem weniger Steuern bezahlen.

36 Millionen Gewinn

Dem Unternehmen blieb nach Abzug der Anteile Dritter ein Gewinn von 36 Millionen Euro. Damit hat Metro seine Erwartungen beim operativen Gewinn eingehalten.

Analysten hatten mit einem durchschnittlichen Ebit vor Sonderfaktoren von 1,079 Milliarden Euro gerechnet.

Weihnachtsgeschäft lief eher mäßig

Im letzten Quartal war der Umsatz des Handelsriesen um 3,3 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro gefallen. Der Grund dafür soll, laut Koch, der starke Euro sein. Negative Währungseffekte in den Wachstumsmärkten Osteuropas und Asiens waren die Folge. Außerdem wurden Teile der Supermarktkette Real in Osteuropa verkauft.

Insgesamt haben die Großmärkte einen Umsatzrückgang zu beklagen.

2,3 Prozent Umsatzrückgang

Viele Einzelhändler hatten im Dezember 2013 mit einem schwächelndem Weihnachtsgeschäft zu kämpfen. Laut Angaben des Statistischen Bundesamt wurde im Dezember ein 2,3 Prozent geringerer Umsatz erzielt als im November. Das Konsumklima sei jedoch so gut wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.

Der Handelsverband HDE erklärte, dass die steigenden Strompreise die Kaufkraft der Verbraucher belasten würden. Die Strompreise seien der ‚Konsumkiller Nummer eins.

Konkurrenzunternehmen der Metro verzeichneten ebenfalls ein Umsatzminus im Zeitraum von Oktober bis Dezember.

Weihnachtsgeschäft macht 60 Prozent des operativen Gewinns aus

Das Weihnachtsgeschäft hat für die Einzelhändler eine große Bedeutung. Zu diesem Zeitpunkt erwirtschaften sie einen Großteil ihres Jahresumsatzes.

Metro erwirtschaftete in dieser Zeit, in der Vergangenheit, etwa 60 Prozent des operativen Gewinns.

Hauptversammlung am Mittwoch

Am Mittwoch findet die Hauptversammlung statt, an der zahlreiche Aktionärsvertreter teilnehmen und sich zu der Dividende äußern können.

Nach einem Verlust wurde den Aktionären zunächst die Dividende gestrichen. Umso mehr dürften sie sich nun über die Ausschüttung freuen.

Koch muss in diesem Jahr alles dafür tun, dass der Umsatz steigt und somit auch die Gewinne steigen. Schließlich muss er im Jahr 2015 um seinen Vertrag bangen, der für den Metro-Chef verlängert werden könnte.

Koch prüft Börsengang

Die Geschäfte der Metro in Russland scheinen nicht schlecht zu laufen. Der Vorstandschef prüft derzeit einen Börsengang der russischen Großmärkte. Dabei wurde von einer Milliardensumme gesprochen.

Möglicherweise werden die Großmärkte im April an die Börse gehen. Ein Insider soll verraten haben, dass der offizielle Startschuss in die zweite Märzhälfte fallen würde. Das russische Großmarktgeschäft solle ‚um die Ostertage‘ bereits an der Börse sein.

Laut Plänen der Metro sollen 25 Prozent des Russland-Geschäfts an den Aktienmarkt in London gehen.



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