Unternehmen

Metro will Stellen streichen

Der Metro Handelskonzern will in der Unternehmenssparte Cash & Carry zusätzliche Stellen streichen. Als Grund werden die schlechten Umsatzzahlen angegeben. Bereits im Sommer letzten Jahres hatte der Handelskonzern einen Arbeitsplatzabbau für die Zentrale angekündigt. Metro will insgesamt rund 240 Stellen in der Handelssparte Cash & Carry einsparen.

Hierbei handelt es sich nach Angaben eines Metro-Sprechers um einer Mitarbeiteranpassung aufgrund der wirtschaftlichen Lage einzelner Metro-Standorte. Von dem Vorhaben berichtete bereits zuvor die „Wirtschaftswoche“. Insbesondere in einzelnen Metro-Märkten soll gekürzt werden. Nach Angaben des Unternehmens sei es gängig, die Mitarbeiterzahl jedes Jahr neu anzupassen.

Keine betriebsbedingten Kündigungen geplant

Betriebsbedingte Kündigungen schließt das Unternehmen allerdings aus. Stattdessen sollen die Stellen „passiv“ gestrichen werden. Das bedeutet, durch übliche Fluktuationen sowie durch Übertritt in das Rentenalter soll der Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden. Bereits im Sommer vergangenen Jahres kündigte Metro an, in der Düsseldorfer Zentrale der Großhandelssparte Cash & Carry 280 der 1000 Arbeitsplätze zu streichen.

Das Unternehmen hat nach einem deutlichen Gewinneinbruch erstmals in seiner Unternehmensgeschichte die Dividende deutlich abgesenkt. Als Hintergrund für die Kürzung der Dividende wurden sinkende Umsatzzahlen genannt, die ihre Ursache in der schlechten Wirtschaftslage Südeuropas findet.

Unternehmensumbau belastet Ertragszahlen

Der neue Metro-Chef Olaf Koch hat zudem einen Umbau des Unternehmens eingeleitet, der sich ebenfalls auf die Erträge auswirkte. Der Handelskonzern leidet insbesondere unter der anhaltenden Wirtschaftskrise in Griechenland, Spanien sowie Italien. Einige Grund für den Umsatz- und Gewinneinbruch findet ihre Ursache jedoch in dem von Koch eingeleiteten Konzernumbau.

Allein im Jahr 2012 kam es dabei zu Unternehmensbelastung von 585 Millionen Euro. Der neue Unternehmenschef Olaf Koch versuchte mit einer Preisoffensive Umsatzsteigerungen zu erreichen. Zudem stieg das Unternehmen auch aus dem China-Geschäft von Media-Markt aus.

Den aktuellen Geschäftsbericht für das vergangene Jahr will das Unternehmen am 20. März präsentieren. Zugleich dürften dann auch die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr präsentiert werden.

Bisheriger Vorstand Muller muss gehen

Als Konsequenz aus der schlechten Geschäftsentwicklung der Großhandelssparte Cash & Carry wird nun Unternehmenschef Olaf Koch zukünftig die operative Leitung der Geschäftssparte übernehmen. Der bisherige Leiter der Märkte, Frans Muller, muss seinen Posten hingegen räumen und verlässt das Unternehmen zu Ende März.

Der bisherige Leiter Muller rückte im Jahr 2006 in den Vorstand des Unternehmens auf und übernahm dort zunächst die Bereiche Logistik und Einkauf. Im Februar 2008 wurde er dann Leiter der Unternehmenssparte Cash & Carry. Im vierten Quartal 2012 hatte die Unternehmenssparte Cash & Carry Umsätze in Höhe von 8,6 Milliarden Euro erzielt. Das gesamte Unternehmen konnte Umsätze in Höhe von 19,4 Milliarden Euro erwirtschaften.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.