Konjunktur

Mieterbund: Dramatische Wohnungsnot erwartet

Der Deutsche Mieterbund warnt aktuell vor einem dramatischen Wohnungsmangel. Insbesondere in Universitätsstädten und Ballungsräumen soll die Lage besonders dramatisch werden. Hingegen gibt es in vielen Regionen der neuen Bundesländer eine entgegengesetzte Entwicklung. Auch in einigen Städten des Ruhrgebietes gibt es zunehmenden Leerstand.

Mieterbund: in fünf Jahren fehlen rund 825000 Wohnungen

Nach Angaben des Mieterbundes werden innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 825000 Wohnungen fehlen. Auch die Immobilienwirtschaft gibt dem Mieterbund recht. Insbesondere im Preissegment unterer Einkommen droht der Wohnungsmangel dramatisch zu werden.

Wohlhabende können Wohnraum frei wählen

Während gut betuchte Mieter zwischen Maklerangeboten nahezu frei wählen können, erhalten Menschen mit niedrigen Einkommen immer schlechter bezahlbaren Wohnraum. Bereist heute gibt es demnach in den zehn größten Städten in Deutschland einen relativen Mangel von rund 100000 Wohnungen.

GdW: Es wird zu wenig für untere Einkommen gebaut

Wie der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) mitteilt, werden in diesem Jahr etwa 200000 Wohnungen fertiggestellt. Der größte Teil entfällt dabei jedoch auf die Luxusklasse. Der Präsident des GdW, Axel Gedaschko gibt denn auch unumwunden zu, dass zu wenig für Personen mit kleinen Einkommen gebaut werde.

Insbesondere in Ballungsräumen wie Hamburg, München oder der Rhein-Main-Schiene wurde verstärkt Wohnraum gebaut. Auch bauen die GdW zugehörigen Unternehmen in Heidelberg, Lübeck und Karlsruhe vermehrt neuen Wohnraum. Allerdings liegt
auch hier der Fokus vorzugsweise auf dem besserverdienenden Klientel.



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