Gesundheit

Mittelmeer-Diät: Diabetes Typ 2 Risiko laut Studie gesenkt

Jahr für Jahr reisen Millionen Menschen zum Urlaub in den Süden, in den Mittelmeer-Raum.

Doch die beliebten Urlaubsländer am Mittelmeer sind nicht nur etwas für Sonnenanbeter, sondern auch für Genießer, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen.

Nachweislich schützt die mediterrane Ernährung vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und nicht nur das: wie aktuelle Studien belegen, verringert sie auch das Diabetes-Risiko.

Mittelmeer-Diät hilft gegen Diabetes Typ 2

Die mediterrane Ernährung besteht aus viel Obst und Gemüse, jeder Menge fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten. An Stelle von Butter wird Olivenöl verwendet. Äußerst gesund. Denn mit dieser Form der Ernährung wird das Risiko an einer Gefäßerkrankung bzw. Herz-Kreislauf-Erkrankung enorm gesenkt.

Zusätzlich konnten spanische Wissenschaftler jetzt auch noch den positiven, schützenden Effekt der mediterranen Küche gegen Diabetes Typ 2 aufzeigen.

Volkskrankheit Diabetes Typ 2

In den letzten drei Jahrzehnten haben sich die Diabetes-Erkrankungen mehr als verdoppelt. Weltweit sind etwa 370 Millionen Menschen davon betroffen. Mit Medikamenten, Spritzen und Insulinpumpen wird im Alltag versucht Diabetes in den Griff zu bekommen.

Doch darüber hinaus kann eine Diabetes-Erkrankungen in der Folge auch zu Nierenversagen, Amputationen ode Erblindung führen.

Mittelmeer-Diät hilft gegen Diabetes

Risiko-Patienten können mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung und regelmäßigem Sport dem Diabetes-Risiko effektiv entgegenwirken. Heutzutage gilt eine Umstellung der Lebens- und Essgewohnheiten sogar als weitaus bessere Therapie als die Einnahme von Medikamenten.

Verschiedene Studien weisen daraufhin, dass Menschen, die sich mediterran mit viel Obst, Gemüse, Fisch, Vollkornprodukten und wenig rotem Fleisch und Süßgetränken ernähren, wesentlich seltener von Diabetes betroffen sind. Die Rede ist von der sogenannten „Mittelmeer-Diät“.

Allerdings wusste man bisher nicht, ob dies auch mit der Einschränkung von Kalorien bei erhöhter körperlicher Aktivität und einem damit verbundenen Gewichtsverlust zusammenhängt.

Studie: 30% geringeres Diabetes-Risiko durch Mittelmeer-Diät

Die spanischen Forscher um Jordi Salas-Salvadó von der Universität Rovira i Virgili in Reus, Miguel Martínez-González von der Universität von Navarra in Pamplona und ihre Kollegen konnten jetzt erstmals aufzeigen, dass die mediterrane Ernährung die Häufigkeit von Diabetes-Erkrankungen verringert.

Um dies zu belegen, untersuchten die Forscher über einen Zeitraum von rund sieben Jahren 3.541 Männer und Frauen zwischen 55 und 80 Jahren, die zu den Risiko-Patienten für koronare Herzerkrankungen zählen, aber kein Diabetes haben.

Nach dem Zufallsprinzip wurden die Teilnehmer der Studie in drei Gruppen eingeteilt. Gruppe 1: mediterrane Kost + extra-natives Olivenöl. Gruppe 2: mediterrane Kost + Nüsse. Gruppe 3: gesunde, fettarme Ernährung.

Insgesamt 273 Studienteilnehmer erkrankten im Verlauf der Studie, davon 80 aus Gruppe 1, 92 aus Gruppe 2 und 101 aus Gruppe 3.

Das Ergebnis: das Diabetes-Risiko sinkt bei einer mediterranen Ernährung um rund 30%.

Für die Diabetes-Prävention ein wichtiger Hinweis, der vielen Risiko-Patienten helfen kann, effektiv etwas gegen die Diabetes-Erkrankung zu tun. Vor allem, weil sich die Mittelmeer-Diät auch sehr einfach in den Alltag einbinden lässt.



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