Wirtschaft

Mosambik: Riesiges Gasfeld vor der Küste gefunden

Vor der Küste vor Mosambik haben Experten des italienischen Gasförderers Eni ein riesiges Gasfeld gefunden, demnach gehen sie von einer Menge von 425 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus. Das aufgefundene Gasfeld liegt im Indischen Ozean, rund 2000 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Maputo. Seit 2006 besitzt Eni eine Lizenz zur Ausbeutung von Erdgas in Mosambik. Der Fund könnte der desolaten Wirtschaftssituation Mosambiks helfen auf die Füße zu kommen.

Der Erdgasförderer Eni hofft auf weitere Funde in der Region, die Größe des Gasfeldes überraschte selbst die Experten, deswegen könnte das Vorkommen an Erdgas weit größer sein, als bislang angenommen. Demnach könnte Mosambik demnächst als gewichtiger Erdgaslieferant auftreten. Ein anderer Erdgasförderer, Andarko aus den USA, sucht ebenfalls nach Erdgas an der Küste Mosambiks, diese Firma hatte ihre Einschätzung bezüglich der Menge an Erdgas um zweidrittel nach oben korrigiert.

Das von AIDS gezeichnete Mosambik (ca. 12,5 % der Bevölkerung) ist sozial schwach aufgestellt, rund die Hälfte der Bevölkerung ist Analphabet. Rund 80 % der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt, sie steuern dabei 24 % des BIP bei. Daneben besitzt Mosambik über bedeutende Vorkommen an Eisenerz, Steinkohle und Titan. Das wichtigste Exportgut ist derzeit Aluminium (Aluminium-Hütte Mozal, rund 1,3 % der gesamten Weltproduktion an Aluminium), vielleicht wird es demnächst Erdgas. Das italienische Unternehmen Eni (Tankstelle Agip) beschäftigt ca. 80.000 Mitarbeiter auf der Welt und hatte 2010 einen Umsatz von 98 Milliarden Euro, damit ist es das größte Unternehmen aus Italien.



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