Newsticker

Müller-Brot: Beschäftigte sorgen sich um Jobs

Die mit Hygieneproblemen belastete Großbäckerei Müller-Brot sorgt für Unruhe bei den Beschäftigten. Diese sorgen sich zunehmend um ihre Arbeitsplätze. Am Samstagabend fand im bayrischen Neufahrn eine Versammlung zwischen Betriebsmitarbeitern und Betriebsleitung statt. Seit fast zwei Wochen ruht die komplette Produktion, weil unter anderem Mäusekot, Maden und Speisereste in dem Betrieb festgestellt wurden.

Landratsamtskontrolle entscheidet über 1100 Arbeitsplätze

Mustafa Öz, Vertreter der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sagte, dass die Betriebsleitung eine Antwort auf die Frage schuldig geblieben sei, wie es nun weitergehen soll. Spätestens am nächsten Freitag wird das Unternehmen sehen, wie es weitergeht. Die Kontrolle des Landratsamtes Freising dürfte dann auch über das Schicksal der Beschäftigten mitentscheiden. Sollten die hygienischen Verhältnisse nicht wieder zufriedenstellend sein, so wird der Betrieb wohl geschlossen werden müssen oder es muss abermals nachgebessert werden. Ob dann noch alle 1100 Arbeitsplätze sicher sind, bleibt abzuwarten. Seit Februar habe Müller-Brot Millionenverluste verkraften müssen, so die Geschäftsleitung auf Nachfrage der Presse. Stellenverluste sind daher unvermeidlich, allerdings ist das Ausmaß noch völlig offen. Seit nunmehr acht Jahren verzichten die Mitarbeiter auf Urlaubsgeld und Lohnerhöhungen, so Öz von der Gewerkschaft. Zudem müssen sich Beschäftigte nun auch noch von erbosten Kunden beschimpfen lassen, so Öz weiter. Der Mehrheitseigentümer Klaus Ostendorf will nun grundlegende Änderungen im Unternehmen umsetzen. Es bleibt abzuwarten, ob den Worten entsprechende Taten folgen werden.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.