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Nadja Abd el Farrag: Perrücke weg, Selbstachtung schon lange

Die arme Nadja Abd el Farrag, jede TV-Nation braucht ihre Prügelmänner/-frauen, Deutschland und Österreich haben ihre in Naddel gefunden. Was muss sie nicht alles tun um sich selber übers Wasser zu halten, bzw. stets im medialen Fokus verharren zu dürfen, denn die TV-Präsenz brauchen so genannte B-Promis wie Vampire menschliches Blut. Nun hat die 46 jährige Naddel ihre Perücke abnehmen lassen, sinnvoll präsentiert auf Pro7´s Sendung für Weltbewegendes, Taff. In der besagten Sendung mussten Zuschauer erst den Nervenkrieg von verwirrten und ausgelutschten B-Promis auf der so genannten Alm, dem Gulag für arbeitslose TV-Angestellte und  dann den obligatorischen Treuebericht auf Mallorca über sich ergehen lassen, bevor Naddel endlich ihre Selbstachtung auf dem heiligen TV-Altar opfern durfte. Ihre Belohnung: sie darf weiter in der Symbiose (Selbstachtung/Menschenwürde vs. TV-Präsenz) verharren. Demnächst wird sie im Container von Big Brother, in einer Gastrolle bei Alarm für Cobra 11 (der erfolgreichsten deutschen Serienproduktion derzeit) und auf diversen Galas zu bewundern sein.

Busenwiegen in TV, die Beziehung zu Dieter Bohlen, angebliche Kokainbeichten, der Zickenkrieg mit einer anderen TV-Erscheinung der Marke Julia Siegel, eine Schlagerkarriere in Österreich, Moderatorin für die laszive Peep-Show, Hostesse bei Erotikveranstaltung etc. pp., die umtriebige Naddel tut alles um nicht bei Hartz-4 zu landen. Genau diesen Restabfall der TV-Landschaft weiß die Medienlandschaft, inklusive Revolverblätter wie Bunte, Bild und Co, zu nutzen. Aus dem was man Frau el Farrag vertraglich vordiktiert, strickt man später die Peinlichkeiten die sich besser verkaufen lassen. Im Grunde liegt hier eine Person vor, der man im günstigsten Fall Borderline zuschreiben kann, eine Frau die ihren Busen wiegen lassen muss, um die darin enthaltenen Implantate fristgerecht erneuern lassen zu können.

Ein Teufelskreis, aus dem Naddel unmöglich ausbrechen kann. Während Kinderarbeit wenigstens öffentlich kritisiert wird, gilt dies für die Ausbeutung einer Frau, deren Selbstachtung nicht mal so viel gebracht hat als das sie davon leben könnte, eben nicht, also dann nicht, wenn diese Person einen faustischen Pakt mit „den Medien“ eingeht. Dabei spielt die Tatsache keine Rolle, dass Naddel ihre Haare 15 Jahre lang unter der Perrücke ruiniert hat, dass sie so angegriffen ist das sie von Zeit zu Zeit einem Skelett mit gebleachten Zähnen mehr ähnelt als einem menschlichen Wesen. Nein, nicht der Umgang mit Naddel ist peinlich, sie selbst muss es ja sein, und wir alle dürfen daran teil haben und insgeheim lachen, bzw. fremdschämen. Während man im Mittelalter wenigstens Küchenabfälle auf den vermeintlichen Delinquenten schleudern musste (ergo Körperkraft aufbringen musste), reicht heute ein Knopf auf der Fernbedienung. Wäre das Unterfangen nicht sinnlos, wäre man geneigt den Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg anzurufen. Sinnlos deswegen, weil die nächsten TV-Opfer (sic!) längst Schlange stehen. Und eines kommt noch hinzu, eines der ehernen Gesetze in der Medienwelt lautet, je älter man wird, desto schwieriger wird das mediale Überleben. Wetten, dass Naddel demnächst „extremer“ wird? Wir dürfen gespannt auf die nächste Taff-Sendung mit Naddel warten.



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