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Naldo will nach Brasilien zu Porto Allegre: Werder Bremen in Verkaufszwang?

Abwehrspieler Naldo gilt als Garant für eine stabile Abwehr bei Werder Bremen, nun hat Erstligist Porto Allegre aus Brasilien eine erste Kaufofferte unterbreitet. Naldo scheint einem Wechsel nicht abgeneigt, auch die Verantwortlichen bei Werder Bremen könnten sich einen Wechsel, verbunden mit einer Ablöse, gut vorstellen. Die erste Kaufofferte ließ Manager Klaus Allofs ablehnen, zu allem Überfluss hat sich Naldo, der erst vor kurzem eine schwere Verletzung seines Knies durchstanden hat und für Werder Bremen insgesamt 15 Monate nicht auflaufen konnte, erneut am Knie verletzt. Ob ein Verkauf von Naldo sportlich sinnvoll ist, ist zweifelhaft, dennoch scheint der Klub Einnahmen in gewisser Höhe zu benötigen. Nach den Diskussionen am Anfang der Saison 2012, als viele Anhänger sich fragten, wo die Millionen der letzten Jahren (insbesondere durch die Teilnahme an der Champions Leaugue) verblieben sind, stellt sich erneut die Frage nach der Führung des Klubs.

Zur aktuellen Verletzung von Naldo sagte Trainer Thomas Schaaf, der erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag bei Werder Bremen verlängert hatte, auf der Werder-Homepage: “ Er hat Probleme an der Außenseite des linken Knies. Das ist eine neue Verletzung. Wir reden nicht über sein Knie, dass ihn im letzten Jahr so zu schaffen machte. Wir werden das jetzt checken und weitere Untersuchungen vornehmen. Vielleicht geht es wieder, vielleicht fällt er ein paar Tage aus, wir werden sehen, was kommt.“ Gerade die Abwehr gilt als Schwachstelle des aktuellen Fünfplatzierten der Bundesliga, als Schwachstelle der Mannschaft. So hat Werder Bremen im Laufe der Saison bislang 31 Tore einkassieren müssen, ein Tor mehr als die Mannschaft erzielt hat.

Deswegen stellt sich die Frage, warum Werder Bremen auf einen Top-Spieler wie Naldo verzichten will, oder vielmehr ob Werder Bremen sich dies sportlich überhaupt leisten kann. Der 29 jährige Naldo wechselte 2005 für knapp drei Millionen Euro zu Werder Bremen, hier absolvierte er 164 Spiele und erzielte dabei 20 Tore. legendär sind seine Freistöße, die hart und platziert geschossen werden, weswegen Naldo in Bremen auch liebhaft Knalldo genannt wird. Für die brasilianische Nationalmannschaft konnte Naldo insgesamt vier mal auflaufen, doch Verletzungen warfen den 1,98  Meter Hünen immer wieder zurück. Ob Werder Bremen sich einen Gefallen tut, wenn sie Naldo Richtung Brasilien ziehen lassen sollten, darf zu Recht angezweifelt werden, vor Allem dann wenn der Wechsel noch in der Winterpause stattfinden sollte. Warum Werder in Verkaufszwang geraten sollte, warum sie einen Publikumsliebling und Garanten einer stabilen Abwehr verkaufen sollten, die Antwort bleiben die Verantwortlichen von Werder Bremen ihren Fans schuldig.



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