Gesundheit

Nasenspray gegen Panikattacken, dank Neuropeptid S (NPS)?

Forscher des Max-Planck-Institutes haben ein Nasenspray gegen Panikattacken an Mäusen getestet, der Wirkstoff gegen Panikattacken besteht dabei aus dem Neuropeptid S (NPS). Bei einer Panikstörung treten bei Menschen Symptome auf, wie Atemnot, Herzrasen und ein Engegefühl in der Brust und/oder in der Kehle. Betroffene Menschen sind dann der Meinung, dass eine schwerwiegende körperliche Störung vorliegen würde, meist verbunden mit der Angst zu sterben. Das Neuropeptid S soll helfen diese Symptome zu unterdrücken, eine Anwendung im akuten Fall kann sinnvoll sein, doch meist liegen die Gründe einer Panikattacke wesentlich tiefer, diese zu ergründen ist dann die Aufgabe von Psychotherapeuten.

Neuropeptid S- angstlösend, noch in der Testphase

Das Neuropeptid S wurde bislang im menschlichen Gehirn, aber auch in den Gehirnen von Mäusen, Ratten und Hunden aufgefunden, es bindet sich an den speziellen Rezeptor namens NPSR (Neuropeptid S Rezeptor). Dabei werden nicht nur Angstgefühle unterdrückt, sondern auch der Appetit, fördert auf der anderen Seite aber die Sexualität und die Schlaflosigkeit. Gerade im Zusammenhang mit anerzogener Angst spielt das NPS eine wesentliche Rolle. Bei den getesteten Mäusen stellte sich innerhalb von vier Stunden eine angstlösende Wirkung ein, die Aufnahme über die Schleimhäute in der Nase wirkt direkter, als eine orale Aufnahme (über Magen-Darm Trakt, dann noch die Blut-Hirnschranke). Eine Spritze direkt ins Gehirn ist erklärtermaßen wenig sinnvoll, weswegen die Forscher die Aufnahme über ein Nasenspray als besten Weg auswählten. Doch noch befindet sich das Neuropeptid S in der Testphase, bis zur Entwicklung eines Medikamentes können noch Jahre vergehen.

Neuropeptid S gegen Panikattacken- und posttraumatischen Störungen

Wie genau der Wirkmechanismus von NPS stattfindet, ist bislang nicht genau bekannt, zumal das Neuropeptid S erst vor kurzem entdeckt wurde. Die Forscher gehen davon aus, dass bestimmte Areale im Gehirn, hier insbesondere die emotionalen Kerne im Hippocampus (unter Anderem auch ein Emotionszentrum des menschlichen Gehirns) in ihrer Funktion gedämpft werden. Damit könnten auch Patienten behandelt werden, die unter so genannten posttraumatischen Störungen leiden (nach einem Verkehrsunfall, nach einem Einsatz für Soldaten etc.). Für betroffene Menschen könnte das Spray ein Segen sein, so Forscherin und teilnehmende Psychiaterin Ulrike Schmidt. Ein Nasenspray gegen Panikattacken, dank dem Neuropeptid S, kann aber am Ende nur ein Hilfsmittel bleiben.



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