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Nelson Mandela gestorben: Welt trauert um einen Friedensbringer

Nelson Mandela ist tot. Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger starb friedlich im Kreise seiner Familie. Südafrikas Präsident Jacob Zuma würdigte Mandela als „größten Sohn der Nation.“ Nelson Mandela starb im Alter von 95 Jahren. Zuletzt hatte der frühere südafrikanische Präsident mehrere Krankenhausaufenthalte hinter sich.

Erst vor wenigen Wochen wurde er wegen einer Lungenentzündung in der Klinik behandelt. Nachdem die Todesnachricht bekannt wurde, strömten zahlreiche Menschen in der Nacht zum Wohnhaus Mandelas in der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg. Dort legten sie Blumen nieder und tanzten. Das Tanzen gilt in Südafrika als Geste der Trauer.

USA setzen zu Ehren Mandelas Flagge auf Halbmast

Die Führungsriege der Regierungspartei des afrikanischen Nationalkongresses (ANC) bezeichneten den Friedensnobelpreisträger als „Inbegriff von Demut, Gleichheit, Gerechtigkeit, Frieden und der Hoffnung von Millionen, hier und im Ausland“. Auf der ganzen Welt wurde die Nachricht vom Tode Mandelas mit Bestürzung aufgenommen. US-Präsident Barack Obama ordnete an, die US-Flagge auf Halbmast zu setzen. Obama würdigte Mandela als mutigen Menschen.

Wörtlich sagte Obama: „Er hat mehr erreicht als von einem Menschen erwartet werden kann.“ Zudem zog der US-Präsident Parallelen zu seinem eigenen Leben. So sei sein eigener Lebensweg nicht ohne das Vorbild des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers denkbar gewesen, so Obama. Auch die ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und Bill Clinton sendeten Trauerbekundungen.

1993 erhielt Mandela den Friedensnobelpreis

Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete Mandela als „Giganten der Gerechtigkeit“. Der UN-Sicherheitsrats hielt zu Ehren des Friedensnobelpreisträgers eine Schweigeminute ab. Nelson Mandela kämpfte seit den 1960er Jahren gegen das System der Apartheid. Dafür saß er 27 Jahre lang im Gefängnis. Im Jahre 1994 wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. Präsident blieb er bis zum Jahr 1999. Im Jahre 1993 wurde ihm zusammen mit dem früheren südafrikanischen Präsidenten Frerik de Klerk der Friedensnobelpreis verliehen. Mandela trat maßgeblich für die Aussöhnung zwischen Schwarzen und Weißen in Südafrika ein. Der amtierende Präsident Zuma bezeichnete Mandela als „Vater der Demokratie“.

Auch Angela Merkel würdigte Nelson Mandela

Auch in Deutschland wurden zahlreiche Beileidsbekundungen nach Südafrika geschickt. Präsident Gauck kondolierte ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Merkel bezeichnete Mandela als „leuchtendes Beispiel“. Auch der britische Premierminister David Cameron drückte seine Trauer angesichts des Todes von Nelson Mandela aus. Frankreichs Präsident Hollande attestierte dem südafrikanischen Freiheitskämpfer und früheren Präsidenten des Landes, das dieser Geschichte für Südafrika und die ganze Welt geschrieben habe. Ähnliches Ansehen in der Welt wie Nelson Mandela dürfte aktuell nur eine lebende Person (mit Ausnahme des Papstes) auf der Welt besitzen. Der frühere russische Präsident Michail Gorbatschow.



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