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Neue Intel Atom-CPUs schneller und sparsamer als je zuvor

Das Unternehmen Intel will mit der Produktion von neuen Atom-CPUs auf dem weltweiten Tablet- und Smartphone-Markt zukünftig ein gehöriges Wort mitreden. So will das Unternehmen mit den Atom-Silvermont-CPUs zukünftig das Geschäft in dem Bereich am liebsten dominieren.

Die CPUs sollen dreimal schneller sein und weniger Strom als bisherige Prozessoren verbrauchen. Das Unternehmen bezeichnet die neuen Prozessoren mit dem Codenamen „Silvermont“. Intel fertigt die Chips hierfür im so genannten 22-Nanometer-Verfahren. Nicht nur dieses soll ein völlig neues Verfahren sein, sondern auch die Leistung soll bisherige CPUs bei weitem übertreffen.

Silvermont-Chips mit bis zu acht Kernen

In den bisher existierenden Atom-Prozessoren ist die bereits fünf Jahre alte Bonnell- Architektur verbaut. Erst im Jahr 2012 wurde diese von 45 Nanometer auf 32 Nanometer verringert. Aktuell wird die so genannte Slatwell-Plattform als Quasi-Standard verwendet. Saltwell unterscheidet sich jedoch nicht gravierend von der bisher existierenden Bonnell- Architektur. Weil Intel sich deshalb immer schwieriger gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, musste ein neuer Prozessor her.

Diesen präsentiert Intel nunmehr mit dem Namen „Silvermont“. Die neuen Silvermont-Chips sollen bis zu acht CPU-Kerne aufweisen. Intel will hierzu jährlich ein Update anbieten.

Vier Typen verfügbar

Unter anderem sollen vier unterschiedliche Rechnerleistungen verfügbar sein. So ist einerseits mit „Bay Trail“ eine CPU konzipiert, die eine geringe Rechenkraft aufweist und für den Einsatz in Tablets gedacht ist. Insbesondere für Einsteiger-Laptops und Desktop-PCs sollen die neuen CPUs diesen Typs gedacht sein.

Die „Avoton“-CPUs sind hingegen gedacht für Microserver und sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte des laufenden Jahres erhältlich sein. Mit dem Typus „Rangeley“ sollen unter anderem Router ausgestattet werden. Aber auch Sicherheitsgadgets und Switches. Auch dieser Typ soll bereits in der zweiten Jahreshälfte des laufenden Jahres erhältlich sein. Mit dem für Smartphones konzipierten Typus „Merrified“ will Intel die nächste Generation der Smartphone-Rechenchips einleiten.

Insbesondere die „out-of-order execution pipeline“ gilt als besonders auffälliges Feature. Hierdurch können die Rechenchips zwischen unterschiedlichen Anweisungen umherswitchen, damit möglichst wenig Zeit beim Warten auf neue Rechenbefehle vergeht. Um auch hochwertige und damit rechenintensive Aufgaben bewältigen zu können, sind die Silvermont-CPUs in der Lage, kurzfristig eine höhere Taktrate beim Rechnen aufzuwenden.

Standby-Modus für inaktive Kerne geplant

Zudem ist der Stromsparmodus eines der weiteren Highlights. So lässt sich einer der Kerne der neuen CPUs in einer Art Stand-by-Modus versetzen, wenn diese keine Rechenleistungen vollbringen müssen. Auch die zuständige GPU-Recheneinheit soll diese Fähigkeit besitzen. Durch die höhere Rechenkapazität dürften Smartphones und Tablets auch zukünftig weitere Aufgaben der bisher stationären Computer übernehmen. Die von Intel neu entwickelten CPUs könnten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.



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