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Nintendo fährt Verluste ein- starker Yen und schwacher Absatz

Wie die japanische Firma Nintendo heute bekannt gab hat das Unternehmen erstmals seit über 50 Jahren ein Geschäftsjahr mit Verlusten einfahren müssen, demnach liegen die Verluste für das Geschäftsjahr 2010/2011 bei 43,2 Milliarden Yen (ca. 396 Millionen Euro).

Grund hierfür sei zum Einem der starke Yen, der den Export erschwere, zudem verlief der Verkauf der Spielekonsole Wii schleppend. Ferner dürften Smartphones ebenfalls Anteile auf dem Markt der Handheld-Spiele abgejagt haben. Noch im vergangenen Jahr machte Nintendo einen Gewinn von 726 Millionen Euro (oder 77,6 Milliarden Yen). In Japan beginnt das Geschäftsjahr, ähnlich wie in den USA, vom 1. April eines Jahres bis zum 30. März. 

Gewinnerwartung für 2012

Für das laufende Geschäftsjahr sagt Nintendo einen Gewinn voraus und knüpft diesen teils an einen schwächeren Yen. Das neueste Produkt aus dem Haus Nintendo ist das Nintendo 3DS, weltweit wurden im vergangenen Jahr 13,53 Millionen Einheiten verkauft, alleine in Japan ging die Handkonsole fünf Millionen mal über den Ladentisch. Weltweit wurden 36 Millionen Spiele für dieses Produkt verkauft.

9,84 Nintendo-Konsolen der Marke Wii wurden weltweit an den Mann gebracht, 102,37 Millionen Spiele wurden für die Wii gekauft. Nintendo rechnete mit einem Verkauf von 13 Millionen Wii-Konsolen. Doch der Verkauf beginnt zu stocken, anfangs noch ein Erfolgsgarant gilt die Wii inzwischen als veraltet, längst haben Sony (Sony Move) und Microsoft (Xbox Kinect, hier sogar mit einer besseren technischen Lösung) nachgelegt in Sachen interaktives Spielen.

Doch wie fast alle Konsolen-Hersteller verkauft auch Nintendo die eigenen Konsolen unter den Herstellungskosten, um später an den Spielen und Lizenzen zu verdienen.

Daher nimmt es nicht wunder, dass Nintendo auf den Erfolg der Next-Gen Konsole hofft, die so genannte Wii U soll dieses Jahr noch erscheinen. Neben Neuerungen, wie einem Spielpad mit eigenem Display, soll vor allem die Graphikleistung aufpoliert werden.

Soziale Netzwerke und Smartphones

Konnte Nintendo mit der Wii neue Käuferschichten für die Spielekonsole begeistern, scheinen Spiele auf den sozialen Netzwerken und auf den immer leistungsfähigeren Smartphones Anteile von Nintendo abzujagen, manche Analysten werten diese Entwicklung als unumkehrbar.

Zudem hat Sony mit der PS Vita auf dem Kernfeld Nintendos ein ordentliches (und besseres) Produkt als Konkurrenz etabliert.

Sollte Nintendo wirklich noch vor Weihnachten die neue Wii U anbieten können, bleibt dem Spiele-Pionier nur ein Jahr, für 2013 werden die Nex-Gen Konsolen aus dem Haus Sony und Microsoft erwartet, keine guten Aussichten für Nintendo um aus den Verlusten wieder rauszukommen.



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