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Nintendo Wii U floppt: Spiele für Smartphones?

Bisher wollte Nintendo keine Spiele für Smartphones herausbringen.

Das könnte sich nun angesichts des stetig wachsenden Marktes für Smartphone-Spiele jedoch bald ändern.

Der japanische Computerspielehersteller hat bereits bestätigt, über diese Idee nachzudenken.

Für die Realisierung dieses eventuellen Vorhabens benötigt es jedoch Geld und Nintendo ist derzeit finanziell eher schlecht aufgestellt.

Schlechte Prognosen bei Nintendo für das Geschäftsjahr 2014

Ende letzter Woche gab Nintendo eine Gewinnwarnung heraus. In der Mitteilung hieß es, dass die zuvor angekündigten Prognosen für das Geschäftsjahr nicht eingehalten werden können. Schuld daran seien unter anderem die geringen Verkaufszahlen für die Wii U.

Das Unternehmen erhoffte sich einen Gewinn in Höhe von 386 Millionen Euro und befürchtet nun einen Verlust von 176 Millionen Euro.

Entscheidet sich Nintendo doch für den ‚Smart Devices‘-Markt?

Der drohende Gewinnverlust hat den japanischen Videospielkonzern scheinbar zum Umdenken angeregt. Satoru Iwata, der Präsident von Nintendo bestätigte, dass über ‚eine neue Geschäftsstruktur‘ nachgedacht wird.

Es wäre also möglich, dass sich der Konzern für den ‚Smart Devices‘-Markt öffnet und künftig auch Spiele für Smartphones entwickelt.

Welche Spieleklassiker können die Fans erwarten?

Laut Satoru Iwata möchte Nintendo für Smartphonespiele nicht auf die klassischen Nintendospiele setzen. Allerdings würde überlegt, inwiefern das Unternehmen auch Spiele für Smartphones entwickeln und anbieten kann.

Dem fügte der Nintendo-Präsident noch hinzu, dass es für den Smart Devices Markt schwieriger sei. Schließlich handle es sich nicht um das bloße Bereitstellen eines Super-Mario Klassikers für Smartphones.

Bisher konnte sich Nintendo nicht für den Mobilmarkt erwärmen

Für die Entwicklung von Spielen für mobile Endgeräte konnte sich der japanische Konzern bisher nicht erwärmen. Das Unternehmen glaubte fest daran, dass es sich ausschließlich mit seinen Videospielkonsolen und seinen Handheld-Konsolen am hartumkämpften Markt behaupten kann.

Dies gelang soweit auch – bis die Smartphones den Markt und die Spielefans eroberten. Das Smartphone ist stets unterwegs mit dabei. So ist es ideal für das Spielen zwischendurch. Dies musste Nintendo durch seinen Gewinneinbruch nun schmerzlich erfahren.

Langfristiges Überleben durch Ablehnung des Mobilmarktes

Im Jahr 2013 erklärte Satoru Iwata, dass Nintendo die Spieleentwicklung für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets ganz klar ablehnen würde. Er war sich sicher, dass dadurch auf lange Frist gesehen, dass Überleben von Nintendo gesichert werden würde. Das Unternehmen hat sich nun aber scheinbar doch umentschieden.

Casual-Gamer machen Nintendo das Leben schwer

Casual-Gamer, also Gelegenheitsspieler, spielen bevorzugt auch unterwegs. Dafür ist das Smartphone oder das Tablet eine beliebte Lösung. Dies hat Nintendo mittlerweile erkannt. Iwata erklärte, dass darüber nachgedacht werden würde, wie die verschiedenen mobilen Endgeräte verwendet werden können.

Nintendo möchte das Geschäft mit Spielern vergrößern und verschiedene Spielertypen erreichen, unter anderem auch die Gelegenheitsspieler. Dennoch würde es laut dem Nintendo-Präsidenten nicht einfach so möglich, Super Mario auf das Smartphone zu bringen.

Was genau hat Nintendo vor?

Dazu wollte sich Satoru Iwata nicht äußern. Immer wieder forderten Anteilseigner, die Community und die Presse, dass Nintendo die beliebten Spieleserien wie Super Mario oder Zelda auf mobilen Endgeräten anbieten solle. Dies könnte wieder Geld in die Kasse spülen und das Unternehmen könnte neue Kunden für sich gewinnen.

Es scheint so, als hätte Nintendo darauf mittlerweile reagiert. Es werden neue Pläne laut. Im November 2013 kam das Gerücht auf, dass Unternehmen wolle ein eigenes Android-Tablet auf den Markt bringen. Nun gibt es Hinweise darauf, dass Nintendo an einem leistungsstarken Nachfolger der Wii U arbeitet und es bereits Verträge mit Hardwarepartnern gibt. Bestätigt wurden diese Hinweise bisher noch nicht.



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