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Nokia: 929 Millionen Euro Verlust im ersten Quartal

Wie der finnische Handy-Hersteller Nokia schon angekündigt hatte  (immer noch der größte Hersteller von Handys auf der Welt trotz dramatisch rückläufiger Verkaufszahlen), hat der Konzern einen herben Verlust im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verzeichnen müssen, insgesamt 929 Millionen Euro müssen die Finnen als Verlust angeben.

Zudem sank der Absatz um weitere 30 %, zwar wurden 82,7 Millionen Geräte abgesetzt, aber der Umsatz in der Kernsparte der Handys sank nahezu um 40 % auf 4,2 Milliarden Euro. In der Gesamtbilanz hat Nokia einen Umsatz von 7,35 Milliarden Euro generieren können, rund 30 % weniger als im Vorjahr. Noch vor einem Jahr hatte Nokia einen Gewinn von 344 Millionen Euro ausweisen können.

Eine der Ursachen für den hohen Verlust ist die Sanierung der Netzwerksparte Nokia Siemens Network, hier musste Nokia 772 Millionen Euro investieren. Doch insbesondere der wachsende Markt der Smartphones bereitet den Finnen die größten Sorgen.

Obwohl Nokia mit der Communivator-Reihe als Erfinder der Smartphones gelten kann, haben sie die Entwicklungen auf dem Markt verschlafen, Apple und Samsung scheinen nicht mehr einzuholen. Die Offensive mit der neuen Lumia-Serie und Windows Phone scheint bislang nicht zu fruchten.

So muss der Konzern sparen, alleine bei Nokia Siemens Network sollen 20.000 Arbeitsplätze weltweit entfallen. Ob Nokia den Anschluss wieder erlangen wird, bleibt abzuwarten. Der Kurs der Nokia Aktie gab um 4,67 % (auf nun 2,90 Euro pro Aktie) nach, der niedrigste Stand der Aktie seit 1997.



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