Konjunktur

Nokia: Aktionäre verklagen Konzern

US-Aktionäre haben im Rahmen einer Sammelklage bei einem Gericht in New York eine Sammelklage gegen den Handy-Hersteller Nokia eingereicht. Die Anteilseigner werfen dem Konzern vor, die Erfolgsaussichten im Hinblick auf das Windows Phone 7 verfälscht wiedergegeben zu haben.

Im Februar 2011 hatte Nokia-Chef Stephen Elop davon gesprochen, dass durch die Kooperation mit Microsoft der Niedergang bei Nokia gestoppt worden sei und dass es von nun an wieder aufwärtsgehen würde. Mit Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen zeige sich aber, dass eine Trendwende entgegen der versprochenen Aussicht nicht erreicht worden sei, so die Aktionäre in der Klagebegründung.

Nokia: Smartphone-Abssatz um 50 Prozent verringert

Innerhalb von einem Jahr hatte sich die Anzahl an verkauften Smartphones und Handys bei Nokia nahezu um 50 Prozent verringert. Der Umsatz brach um 40 Prozent ein. Zwischen Januar 2012 und März 2012 hatte Nokia nur rund zwei Millionen Windows 7 Smartphones verkauft. Demgegenüber stehen rund zehn Millionen verkaufter Symbian-Geräte.

Chancen der Klage nur gering

Die klagenden Aktionäre verlangen nun Schadensersatz von Nokia. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, hat Nokia weitestgehend gelassen auf die Vorwürfe reagiert. Weil die in der Klage aufgestellten Behauptungen nur schwer zu belegen sein dürften, sind die Klageaussichten wohl auch nur als gering zu bezeichnen. Weil Aktienkäufe immer das Risiko von Kursschwankungen mit sich bringen, werden die Erfolgschancen auf Schadensersatzzahlungen auch nur als gering zu bezeichnen sein.



Erstellen Sie den ersten Kommentar!

Kommentieren

Sie müssen eingeloggt sein um zu kommentieren.