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Norbert Lammert: Managergehälter nicht angemessen

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Managergehälter angeprangert. Die Höhe der Managergehälter ist nach Meinung von Norbert Lammert indes nicht zu rechtfertigen.

Durch die Festlegung des Gehalts durch die Aufsichtsräte liege der Verdacht der Selbstbedienung nahe, so Lammert. Sollte sich die Wirtschaft nicht selbst Grenzen auferlegen oder freiwillige Vereinbarungen einhalten, so würde der Druck durch die Politik in Bezug auf den Erlass gesetzlicher Maßnahmen steigen, so der Bundestagspräsident.

Gedankenlosigkeit vieler Manager nicht nachvollziehbar

Lammert sagte weiter, dass er „gelegentlich fassungslos sei über die Gedankenlosigkeit oder die Skrupellosigkeit, mit der solche Ansprüche geltend gemacht und durchgesetzt werden“. So gelte dies für Finanzmakler, die ihre Fehler durch den Steuerzahler beglichen haben wollen, im gleichen Atemzug aber Bonusleistungen vor Gericht einklagen würden. Letztlich sei die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft der Lohn-und Gehaltsdisziplin der Arbeitnehmer zu verdanken, so Lammert weiter. Vorstandsvorsitzende von Aktiengesellschaften legen sich zum Teil die Gehälter selbst bei Amtsantritt fest beziehungsweise lassen diese durch den Aufsichtsrat festlegen.

Manager der Deutschen Bank würde für Gehalt eines Bundestagsabgeordneten morgens nicht aufstehen

Da in den Aufsichtsräten jedoch vielfach selbst ehemalige Vorstandsmitglieder sitzen, werden die Gehälter der Vorstände ähnlich gehandhabt wie die Diätenfestlegung im Deutschen Bundestag, sprich die Aufsichtsräte legen die Gehälter für den Vorstand fest. Im Gegensatz zu einem Manager verdient ein Bundestagsabgeordneter monatlich gerade einmal knapp 11000 Euro nebst Zulagen, brutto wohlgemerkt. Ein mittlerer Manager bei der Deutschen Bank würde für dieses Geld morgens aller Voraussicht nicht einmal aufstehen, so der Verdacht vieler Politiker.



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