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Nordkorea: Jüngste Atomtests empören die Welt

Noch vor wenigen Wochen machte Nordkorea dadurch Schlagzeilen, dass der neue Machthaber Kim Jong Un für eine Entspannung mit Südkorea und der restlichen Welt eintrat. Nun scheinen die hehren Ankündigungen jedoch bloße Makulatur zu sein. Nordkorea hat in der vergangenen Nacht einen Atomtest durchgeführt und damit für weltweite Empörung gesorgt.

US-Präsident Barack Obama bezeichnete den Atomtest als so wörtlich “schwere Provokation“. Obama kündigte eine entsprechende schnelle Reaktion auf den Atomtest Nordkoreas an. Noch am heutigen Tag will der UNO-Sicherheitsrat über mögliche Konsequenzen beraten.

Nordkorea hatte kurz zuvor einen unterirdischen Atomtest durchgeführt. Das nordkoreanische Regime bezeichnete den Atomtest als notwendig zum “Schutz der nationalen Sicherheit und Souveränität“. Die US-Regierung indes wertete den Atomtest der nordkoreanischen Machthaber als Bedrohung für die gesamte Welt und die USA.

Nordkorea: Sprengung war ein „großer Erfolg“

Obama sieht nun “rasche und glaubhafte Schritte“ der internationalen Völkergemeinschaft als einzig richtige Reaktion auf die Atomtests an. Um 15:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit wird die UNO eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates einberufen und über mögliche Reaktionen auf die Provokationen durch das nordkoreanische Regime reagieren. Nordkorea indes wertete den Atomtest als großen Erfolg. So sei nach Angaben von Staatsmedien die Explosion “sicher gewesen und perfekt verlaufen“.

Demnach habe es sich um einen kleinen Sprengsatz mit einer großen Stärke gehandelt, so die Staatsmedien weiter. Erdbebenzentren verschiedener Länder hatten gegen 4:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit ein “künstliches Erdbeben“ in der Region von Nordkorea aufgezeichnet. Dort liegt das Testgelände Punggye Ri wo der Test offenbar durchgeführt wurde.

Erdbebenwarten: Künstliches Erdbeben festgestellt

Wie US-amerikanische Geologen mitteilen, erreichten die künstlichen Erdstöße eine Stärke von 4,9 auf der Richterskala. Demnach lag das Epizentrum lediglich ein Kilometer unterhalb der Oberfläche, was für ein künstlicher Einbringung eines Atomsprengköpfe spricht. Südkoreanische Fachleute indes gehen davon aus, dass der Sprengsatz eine Sprengkraft von etwa sechs bis sieben Kilotonnen herkömmlichem TNT entsprochen habe.

Die Atombombe, die über Hiroshima im Jahr 1945 abgeworfen wurde, hatte eine Sprengkraft von etwa 13bis 16 Kilotonnen TNT gehabt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, hat die nordkoreanische Regierung die USA und China bereits Montag über die Pläne für einer atomare Sprengungen unterrichtet. Nach 2006 und dem Jahr 2009 war es der insgesamt dritte Atomtest des nordkoreanischen Regimes.

Japan will Luftproben entnehmen

Derweil gab das japanische Verteidigungsministerium bekannt, dass Luftproben aus der Region genommen werden sollen, um die mögliche Radioaktivität der Umgebung feststellen zu können. Auch Japan will über etwaige Sanktionen gegen Nordkorea nachdenken. Nach einer gültigen UN-Resolution ist es Nordkorea verboten, Atom- und Raketentests durchzuführen.

Demnach bestätigte der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, dass der nunmehr durchgeführte Atomtest einen schweren Verstoß gegen die UNO-Resolution darstellen würde. Auch Russland ging auf Distanz zu Nordkorea. Experten gehen nunmehr davon aus das Nordkorea mit strengsten internationalen Sanktionen belegt wird.



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