Gesundheit

Obama verteidigt Legalisierung von Marihuana

US-Präsident Barack Obama hat in einem Interview für große Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis / Marihuana gesorgt.

So sagte er zum Thema Marihuana, das er nicht der Meinung ist, dass hier eine größere Gefahr als von Alkohol ausgehe.

Eine Reaktion auf die Legalisierung von Cannabis im Bundesstaat Colorado/ USA, wie bereits im Artikel Marihuana / Cannabis: Colorado USA feiert Legalisierung berichtet.

Der Abhängigkeitsfaktor von Alkohol und Cannabis

Fakt ist, beide Drogen machen süchtig. Allein in Deutschland gelten fast zwei Millionen Menschen als alkoholabhängig. Die Dunkelziffer ist bisher nicht genau bekannt. Diese Menschen fühlen sich ohne Alkohol nicht funktionstüchtig und wirken angeschlagen.

Bei Cannabis bzw. Marihunana sind es besonders die Jugendlichen, die zu Suchtanfällen neigen. Vor allem setzt der Stoff im Gehirn an, kann hier zu psychischer Abhängigkeit führen, was besonders im Jugendalter dramatisch ist, da sich das Gehirn noch entwickelt.

Regelmäßige Cannabis-Konsumenten können in Deutschland nicht gezählt werden, sie werden aber auf 600.000 geschätzt.

Dabei ist es in beiden Bereichen strittig, wo die Grenze zwischen „Freizeitgenuss“ und „Sucht“ denn nun wirklich liegt.

Der Rausch im Körper

Beide Drogen haben eines gemeinsam: Sie wirken im ersten Moment entspannend und auch euphorisierend. Hierfür sind die Stoffe Dopamin und Serotonin verantwortlich. Dabei wird vom Alkohol immer gesagt, dass dieser aggressiv und redselig macht, ja sogar enthemmt wirkt. Der Rauschzustand ist hier durchaus berechenbar, denn die menschliche Leber beginnt sofort mit dem Alkoholabbau, wobei von 0,1 Promille pro Stunde ausgegangen werden kann.

Wer jedoch einen Joint raucht, wird Auswirkungen auf die Wahrnehmung feststellen. So wirken beispielsweise Farben intensiver und Töne können lauter erscheinen, als sie eigentlich sind. Mögliche Reaktionen sind Angst, Panik oder auch innere Unruhe. Die Gefahr vor dauerhafter Psychosen besteht hier durchaus.

Der verantwortungsvolle Umgang mit weichen Drogen

Es gibt durchaus auch den verantwortungsvollen Umgang mit weichen Drogen. So wird Männern empfohlen, nicht mehr als 24 Gramm Alkohol pro Tag zu konsumieren. Dies entspricht in etwa zwei 0,3l-Gläsern Bier. Frauen sollten lediglich die Hälfte trinken und mindestens zwei Tage in der Woche sollten auch alkoholfrei bleiben.

Bei Cannabis gibt es keine besondere Empfehlung. Die Droge ist in den meisten Ländern der Welt verboten. Experten sind der Meinung, dass ein regelmäßiger Konsum keinesfalls angestrebt werden soll, vor allem durch die große Suchtgefahr und des Weiteren die möglichen psychischen Folgeschäden.

Als Fazit ist hier also zu nennen, dass Obama durchaus bedingt Recht hat. Alkohol hat dramatischere Folgen für die Organe, während Cannabis vor allem bei Jugendlichen ein hohes Suchtpotential mit sich zieht und somit auch massive psychische Folgen auslöst.

Rechtsprechung zu THC haltigen Produkten in Deutschland

Hierzulande ist es üblich, dass Cannabisprodukte, die THC enthalten, illegal sind. Das heißt, sowohl deren Besitz, als auch der Handel und der Anbau sind strikt verboten. Bis zu fünf Jahre Gefängnis können hier die Folge sein, wobei es auch Ausnahmen gibt, beispielsweise, wenn die Genehmigung des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte vorliegt. Eigenbedarfsregelungen können je nach Bundesland ebenfalls zur Einstellung des Verfahrens führen.

Bei Alkohol ist die Gesetzmäßigkeit ein wenig anders. Harte Alkoholika, wie Schnaps, dürfen an Jugendliche unter 18 Jahren nicht ausgegeben werden. Wein und Bier dürfen an über 16-jährige verkauft werden.



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