Politik

Occupy Wall Street- Auseinandersetzungen in Oakland

Die Occupy Wall Street Bewegung hat diverse Ableger in US-Städten, so auch in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Bei der gestrigen Demonstration der Aktivisten kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Demonstranten, vor dem Bürgermeisteramt (City Hall) musste die Polizei Tränengas einsetzen, um hunderte aufgebrachte Aktivisten zu zerstreuen. Am heutigen Mittwoch wurden in Atlanta 53 Personen festgenommen, diese Occupy-Aktivisten hatten den dortigen Woodruff Park besetzt gehalten, auch hier musste die Polizei Gewalt einsetzen.

Noch am frühen Mittwoch waren die Spuren der nächtlichen Ausschreitungen zu sehen. Einige Polizisten halten immer noch die Stellung, so wie einige Demonstranten das auch tun. Einige Videos auf Youtube geben das Geschehen wieder, die Gewalt brach aus, als die Polizei 170 Aktivisten aus dem wilden Camp vertrieb. Zuvor hatte die örtliche Polizei per Lautsprecher die Menge aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Stunden nach der Vertreibung formierten sich erneut an die 1000 Demonstranten, die auf das Bürgermeisteramt marschieren wollten. Hier kam es zu den schweren Auseinandersetzungen.

Ähnliche Ausschreitungen gab es in Oakland schon 2009, als der junge und unbewaffnete Afroamerikaner Oscar Grant von einem Polizisten erschossen wurde. Während die Polizei behauptet, sie habe das Tränengas nur deswegen eingesetzt, weil zuvor einige Demonstranten mit Gegenständen auf die Beamten geschleudert hätten, spricht der Oaklander-Ableger der Occupy-Bewegung auf der eigenen Homepage von reiner Polizeibrutalität.

Die Occupy Wall Street Bewegung formierte sich erst in New York, seit dem 17. September haben sich die Aktivisten dort formiert, inzwischen haben sich weltweit Ableger gefunden. Dieser Protest zeigt, dass die Bewegung keine Eintagsfliege darstellt.

 



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