Konjunktur

OECD: Angst um Euro-Zone

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) senkte in ihrer jüngsten Einschätzung die wirtschaftlichen Erwartungen für die Euro-Zone. Die OECD erwartet nunmehr sogar eine Rezession. Die Wirtschaft im Euro-Raum werde demnach um 0,1 Prozentpunkte absinken, so die OECD.

OECD: Im schlimsmten Fall Bedrohung für Weltwirtschaft gegeben

Bisher wurde ein Wachstum um 0,2 Prozent erwartet. Für das Jahr 2013 erwartet die OECD indes ein leichtes Wachstum von 0,9 Prozent. Einige Euro-Länder müssen sich dennoch auch im nächsten Jahr auf sinkende Wirtschaftsdaten gefasst machen.

So werde in Ländern wie Spanien, Portugal und Griechenland, aber auch in Slowenien die Wirtschaft sinken, so die Einschätzung der OECD. Insbesondere wird vor einer „Ansteckung der Finanzmärkte“ seitens der OECD gewarnt. Die Einschätzung geht sogar soweit, dass im schlimmsten Fall eine ernste Bedrohung für die Weltwirtschaft prognostiziert werde.

OECD: Effiziente Mittel einsetzen

Insbesondere die Konsolidierungsmaßnahmen müssten vorangetrieben werden, auch müsse der Rettungsfonds ESM effizienter gestaltet werden, so die OECD. Außerdem rät die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit der EZB dazu, ihr Kaufprogramm für Staatsanleihen aus Krisenländern wieder aufzunehmen. Zudem rät die OECD zur Auflage von Euro-Bonds.

Diese Maßnahmen werden von Deutschland bislang kategorisch abgelehnt. Deutschland selbst weist unter den OECD-Ländern mit die höchsten Wirtschaftswachstumszahlen auf. So wird im laufenden Jahr mit einer Steigerung des Bruttoeinlandproduktes von rund 1,2 Prozent gerechnet. Im Jahr 2013 sollen es sogar dem Vernehmen nach bis zu zwei Prozent Wachstum sein.



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