Wirtschaft

OECD: Düstere Aussichten für Weltwirtschaft und Deutschland

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD: Organisation for Economic Co-operation and Development) warnt vor einer Verlangsamung der Weltwirtschaft, insbesondere Deutschland könnte die Auswirkungen zu spüren bekommen. Demnach wird das Wirtschaftswachstum in den sieben wichtigsten Industrieländer in der zweiten Hälfte 2011 auf  weniger als 1% absinken. Den Grund für das Abschwächen der Weltwirtschaft sieht die OECD in den Staatsverschuldungen der USA und denen der Euro-Länder, diese Verschuldungen würden das Vertrauen der Anleger und Konsumenten gleichermaßen schwächen.

Auch die Schwierigkeiten des Bankensektors und die anstehenden Änderungen zur Regulierung der Finanzmärkte seien unterschätzt worden, so die OECD in ihrem Bericht. Die Auswirkungen der Anstrengungen in der Arbeitsmarktpolitik würden nun spürbar nachlassen, die Organisation warnt vor einer Steigerung der Arbeitslosigkeit. Dennoch sieht sie Chancen, zum Einem erhofft sich die Organisation Impulse von der Ankündigung des US-Präsidenten Obama zur Arbeitsmarktpolitik, und zum Zweiten sieht sie Chancen im Wiederaufbau Japans, welches nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März riesige Gebiete wieder aufbauen muss.

Zudem fordert die OECD von den Zentralbanken eine moderate Zinspolitik, diese sollen entsprechend der wirtschaftlichen Bedingungen die Zinsen niedrig halten. Die EZB hat schon reagiert, sie kündigt keine Veränderung des Zinssatzes von 1,5 % an, Aktienmärkte nahmen diese Nachricht freudig auf. Ferner sollten Banken eine eigene Kapitalquote aufbauen.

Für Deutschland drohe ein Wirtschaftseinbruch zum Jahresende, das Bruttoinlandprodukt soll auf 1,4 % Wachstum fallen, was konkret ein Minus von 0,3 % bedeutet. Die Wirtschaften der USA und Frankreichs sollen noch langsam anwachsen. Damit droht der deutschen Wirtschaft die rote Laterne unter den sieben wichtigsten Industrienationen. Der Ausblick selber ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet, so wurden die Folgen der Euro-Krise bislang nicht berücksichtigt.



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