Finanzen & Recht

Offener Immobilienfonds CS Euroreal abgewickelt

Immobilien und Immobilienfonds gelten in aller Regel als sichere Geldanlage. Insbesondere offene Immobilienfonds gelten nahezu als sichere Bank. Dass es manchmal jedoch anders kommen kann, beweist der offene Immobilienfonds CS Euroreal. Dieser soll bis zum Jahr 2017 abgewickelt werden. Immobilien, die sich im Fonds befinden, sollen bis dahin veräußert werden.

Die Schließung des Fonds wurde im Jahr 2010 um ein Jahr verschoben. Ursprünglich sollte der Fonds zum 21. Mai 2012 wieder eröffnen. Derweil traf das Mangement der Credit Suisse Asset eine andere Entscheidung und will den Fonds nunmehr abwickeln. Anleger müssen indes unter Umständen mit einer Wartezeit rechnen, bis zu der diesen das eingezahlte Kapital ausbezahlt wird.

Ob Ausschüttungen erfolgen werden, ist derzeit ungewiss. Zudem ist nicht sicher, wann diese erfolgen werden, sofern diese überhaupt ausbezahlt werden. Anleger müssen damit rechnen, dass sie unter Umständen fünf Jahre auf ihr Geld warten müssen.

Offene Immobilinfonds wurden von Banken als besonders risikoarm bezeichnet

Offene Immobilienfonds wurden über einen langen Zeitraum als risikoarm und jederzeit veräußerbar bezeichnet. In vielfacher Hinsicht wurden offenbar Anleger von den Bankberatern nicht über die Risiken einer Schließung der Fonds informiert. Den betroffenen Anlegern können dadurch Schadensersatzansprüche gegenüber der Bank erwachsen, sofern dieser eine Falschberatung nachgewiesen werden kann. Betroffene Fondsanleger sollten deshalb ihre Beteiligung am Fonds rechtlich überprüfen lassen.

Schuldhaftes Verhalten muss der Bank im Einzelfall nachgewiesen werden

Experten empfehlen im Falle von Verlusten, die im Zuge einer Falschberatung entstanden sind, einen Rechtsanwalt mit dem Fall zu betrauen. Betroffene Anleger berichten indes, dass Bankberater den Fonds als sehr sichere Anlage mit einer jederzeitigen Verfügbarkeit des Kapitals angepriesen hätten. Sollte sich dies bewahrheiten, so ließe sich seitens der Bank eine schuldhafte Falschberatung nachweisen, die entsprechende Schadensersatzansprüche der betroffenen Anleger nach sich ziehen könnte.

Im vorliegenden Fall des offenen Immobilienfonds CS Euroreal muss jedoch erwähnt werden, dass es einer Einzelfallbetrachtung bedarf, ob eine schuldhafte Fehlberatung vorgelegen haben könnte. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass Fondsbeteiligungen der Verjährung unterliegen, daher sollte eine rechtzeitige Anspruchsüberprüfung seitens der betroffenen Anleger erfolgen, raten Rechtsexperten.

Offene Immobilienfonds: werden börsentäglich gehandelt

Offene Immobilienfonds stellen Fonds dar, die börsentäglich an der Börse gehandelt werden und deren Anteile zum jeweiligen Tageskurs erworben oder veräußert werden können. Der Fonds erwirbt Immobilien, deren Mieteinnahmen dann als Kapitalerträge in den Fonds einfließen. Das Risiko des Fonds beruht insbesondere darin, dass sich die Mieteinnahmen nicht in dem Maße entwickeln, wie es zuvor die Fondsmanager erwartet haben. In diesem Fall können beispielsweise durch Leerstände und damit entgangene Mieteinnahmen Verluste auftreten, die einen Fonds als nicht mehr attraktiv dastehen lassen. In derartigen Fällen kann der Fonds dann abgewickelt werden.



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