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Olympia 2014: Maria Höfl-Riesch holt auch Gold in der Kombination

Mario Höfl-Riesch konnte nach ihren dritten Olympia Goldmedaille ihr Glück kaum fassen. Erneut holte sie Gold in der Kombination. Völlig in sich gesunken saß Höfl-Riesch auf einem Stuhl, ehe sie kräftig von allen Seiten geherzt wurde.

Während der Blumenzeremonie schloss die 29-Jährige die Augen, blickte dann in den Himmel und umarmte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Nach anfänglichen Zweifeln, folgte die Erleichterung und schließlich überkam sie die pure Freude. Eine Abfahrt der Emotionen. Von Platz 5 war Höfl-Riesch ganz nach vorn gerast. „Ich kann’s noch gar nicht richtig glauben, ich bin überwältigt“, sagte sie später.

Gold – wie in Vancouver

Damit wiederholte die Weltmeisterin ihren Olympiasieg von Vancouver. Höfl-Riesch siegte in der Kombination aus Abfahrt und Slalom vor Nicole Hosp aus Österreich und Julia Mancuso aus den USA. Am Mittwoch wartet bereits die nächste Medaillenchance auf Deutschlands zurzeit beste Skirennfahrerin: die Spezial-Abfahrt.

Die nervenstarke 29-Jährige sorgte mit ihrem Sieg nicht nur bei sich selbst für eine Riesenerleichterung: „Wir sind alle sehr emotional. Für uns Alpine ist das der optimale Einstand“, so Alpin-Chef Wolfgang Maier. „Ein überwältigendes Gefühl, besonders nach der Abfahrt. Das ist das Schönste, was man als Sportler erleben kann, hier die Goldmedaille zu holen im ersten Wettbewerb“, erklärte Höfl-Riesch. Am Ende reichten vier Zehntelsekunden Vorsprung zu Gold.

Auf den Spuren von Katja Seizinger

Mit ihrem nun dritten Olympiasieg überholte Höfl-Riesch in der olympischen Rangliste der besten deutschen Ski-Alpinen Rosi Mittermaier und liegt jetzt knapp hinter Katja Seizinger. Nachdem Höfl-Riesch die Generalrobe in Kranjska Gora verpatzt hatte und auch in den Abfahrtstrainings von Krasnaja Poljana auf der Suche nach der Ideallinie war, war sie nicht ohne Zweifel in den Wettkampf gestartet.

Aber bereits in der Schussfahrt am Vormittag lief es wieder besser für Höfl-Riesch. Mit Platz 5 hinter der überraschend starken Julia Mancuso erhelt sie sich alle Chancen. So konnte sie sich mit einem taktisch klugen Lauf schlussendlich noch an allen ihren Konkurrentinnen vorbeischieben und triumphieren. „Es hat sich nicht gut angefühlt, ich war fix und fertig“, beschrieb sie ihre Emotionen nach dem Slalom.

Große Zweifel im Vorfeld

Die große Unsicherheit verdeutlichte auch ein Tweet von Ehemann von Ehemann Marcus noch kurz vor dem Rennen: „Wie kann man nach den Trainingsergebnissen hier ständig von „Gold“ reden!? Es wird sehr schwer, aber @maria wird alles erdenkliche geben“, twitterte er darin.

Nach Platz 5 noch alle Möglichkeiten

Höfl-Riesch setzt nach ihrem fünften Platz alles daran, doch noch irgendwie eine Medaille zu erhaschen. So ging sie schnell über zur Vorbereitung auf den Slalom. Da hieß es Ausrüstung wechseln und „Einfahren, was essen, besichtigen – und los geht’s.“ Der Plan für die Medaille.

Erstaunlich der deutliche Rückstand auf Mancuso, wenn auch Höfl-Riesch sagte: „Bei der überrascht mich gar nichts, speziell bei Olympia. Mit ihr habe ich auf jeden Fall gerechnet.“ Mancuso zu ihrer starken Form: „Ich bin im Slalom gut genug, um um eine Medaille zu kämpfen.“ Am Ende freute sich das Glamour-Girl über Bronze und ihre vierte Olympia-Medaille.



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